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Dürr bleibt weiter auf Kurs

Nach dem erstem Halbjahr 2013 zieht die Dürr AG in Bietigheim-Bissingen eine mehr als positive Bilanz. Die Auftragsauslastung sei weit in das Jahr 2014 hinein gesichert. Es wird weiter investiert.

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Eine Montagehalle für Lackierroboter der Dürr AG. Die Firma setzt weiter auf Wachstum. Foto: Martin Kalb

Die Firma Dürr hat ihr Ergebnis im ersten Halbjahr 2013 weiter gesteigert und ist auf gutem Weg, ihre Kennzahlenziele für das Gesamtjahr sicher zu erreichen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Während der Umsatz mit 1131,7 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau (1163,3 Millionen) gelegen habe, sei die EBIT-Marge auf 7,3 Prozent (Vorjahr: 6,2 Prozent) gestiegen. Der Auftragseingang wird mit 1293,5 Millionen Euro "wie geplant leicht unter dem sehr hohen Vorjahreswert" (1,404,3 Millionen) angegeben. Bei anhaltend starker Nachfrage aus der Automobilindustrie hätten die Bestellungen aus dem allgemeinen Maschinenbau erwartungsgemäß etwas abgenommen.

Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: "Dürr ist voll auf Kurs und hat seinen positiven Ergebnistrend fortgesetzt. Die Grundlage dafür waren eine hohe Auslastung, Produktivitätssteigerungen und die Qualität unserer Auftragsabwicklung. Bei der Umsatzrealisierung erwarten wir im zweiten Halbjahr eine deutliche Beschleunigung." Der Auftragsbestand von 2,4 Millionen Euro sichere Dürr eine Auslastung bis weit in das Jahr 2014 hinein. Über die Hälfte der Aufträge seien aus den Emerging Markets gekommen, in denen sich die starke Nachfrage der Automobilindustrie nach Produktionstechnik fortsetze. Allein auf China, wo der Automobilabsatz im ersten Halbjahr 2013 um 21 Prozent stieg, entfielen 37 Prozent beziehungsweise 477 Millionen Euro des Bestellvolumens.

In Nordamerika zog die Nachfrage im zweiten Quartal zudem an, während die Automobilindustrie ihre Investitionen in Westeuropa deutlich reduzierte, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Umsatz im Service-Geschäft sei im ersten Halbjahr um 6,3 Prozent gestiegen. Sein Anteil am Konzernumsatz erreichte 21 Prozent nach 19 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Investitionen hob Dürr um 36 Prozent auf 21,8 Millionen Euro an, um seine Kapazitäten weiter an das gestiegene Marktvolumen anzupassen, teilt das Unternehmen mit. Nach Standortinvestitionen in China, Mexiko und am Firmensitz in Bietigheim-Bissingen (neue Montagehalle, Erweiterung Testzentrum) stehe nun die Erweiterung der deutschen Standorte Ochtrup (NRW) und Püttlingen (Saarland) sowie im polnischen Radom an. Außerdem werde Dürr erstmals ein Testzentrum für Lackiertechnik in Japan bauen, um diesen Markt besser zu erschließen.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen mit 18,3 Prozent ebenfalls deutlich und erreichten 19,4 Millionen Euro. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten nahmen derweil mit 5,7 Prozent nur moderat zu. Das Finanzergebnis, das im Vorjahr Einmalbelastungen enthalten hatte, verbesserte sich um 2,6 Millionen Euro auf minus 10,2 Millionen Euro. Auf dieser Basis sei das Ergebnis nach Steuern überproportional um 19 Prozent auf 52,4 Millionen Euro gestiegen.

Der operative Cashflow belief sich nach den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres auf 12,1 Millionen Euro. Der Nettofinanzstatus verbesserte sich im Vergleich zur Jahresmitte 2012 um 91,3 Millionen Euro auf 43 Millionen Euro. Trotz der Dividendenzahlung von 38,9 Millionen Euro erhöhte sich das Eigenkapital weiter auf 438 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote betrug 23,8 Prozent. Finanzvorstand Ralph Heuwing: "Die wesentlichen Finanzkennzahlen dürften sich bis zum Jahresende weiter verbessern. Damit ist Dürr gut für die Zukunft aufgestellt."

Zum 30. Juni beschäftigte Dürr 7899 Mitarbeiter. Seit dem Vorjahresstichtag wurden 585 Stellen aufgebaut, 247 davon im laufenden Jahr. In Deutschland wuchs die Belegschaft seit Anfang dieses Jahres um 124 auf 3536 Mitarbeiter.

Nach dem planmäßigen Verlauf des ersten Halbjahres bekräftigt Dürr seine Prognose für das Jahr 2013, sofern keine gravierende Konjunkturabkühlung eintritt, heißt es in der Mitteilung. Der Umsatz soll 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro erreichen, der Auftragseingang 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro und die EBIT-Marge 7,0 bis 7,5 Prozent. Die Prognose für die Investitionen hat Dürr von 35 bis 40 Millionen Euro auf nunmehr 45 bis 50 Millionen Euro angehoben. Die Mitarbeiterzahl wird bis Ende des Jahres voraussichtlich auf rund 8000 steigen.Info Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Gut 80 Prozent des Umsatzes werden laut der Firma im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit Produktions- und Umwelttechnik.

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www.bietigheim-bissingen.de/

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