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Die Liebe spielt die Hauptrolle

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Aller guten Dinge sind drei und dabei soll es nicht bleiben: Im dritten Jahr ihres Bestehens feiert die Schüler-Theatergruppe „Bühnenzauber“ an diesem Freitag die Premiere ihres dritten selbst erdachten Stücks im Gemeindesaal der katholischen Kirchengemeinde Sankt Johannes im Buch. Elf Kinder, Theaterpädagogin Sabine Ostertag und die beiden Regiebegleiterinnen Marlene Turrey und Andrea Röder, zeigen ab 18 Uhr das Jugendstück „Ich nicht“ mit viel Bewegung und Musik, denn jeder hat sein Instrument dabei und dann gibt es da noch die elf Cajons.

In drei Jahren sind die jungen Schauspieler der Theatergruppe Bühnenzauber zu einer selbstbewussten Truppe zusammengewachsen, die es liebt, sich frei von Zwängen beim Theaterspielen selbst zu entdecken. Neun der elf Spieler zwischen acht und zwölf Jahren sind schon alte Theaterhasen, die keine Scheu mehr haben vor der Bühne. Zwei neue schauten es ihnen ab. Sabine Ostertag nahm als professionelle Theaterpädagogin die Ideen aller im Improvisationstheater auf, so dass am Ende ein Stück herauskam, das die Perspektive von Kindern transportiert.

Idee der jungen Darsteller

Das neue Stück „Ich nicht“ dreht sich um Beziehungen, und die Liebe in ihren verschiedenen Formen spielt dabei die Hauptrolle. Erste Gefühle der Jugendlichen zum Thema Liebe bekommen eine Plattform. Auch im Stück mimen die Kinder eine Theatergruppe, die auf der Suche ist nach einem gemeinsamen Stück. Ihre Theaterleiterin Lin verliebt sich unterdessen und die Kinder bekommen Wind davon. Sie denken sich in eine Wunschfamilie hinein. Dafür wurden im Vorfeld Fotos mit Begleitern der Bietigheimer Theatergruppe gemacht, die in die Rolle von Familienmitgliedern schlüpften. Schon vor dem Stück schlendern die Schauspieler durch die Publikumsreihen und erzählen ihren Zuschauern, zu wem sie in ihrer Familie einen guten oder einen schlechten Draht haben.

„Das Publikum wird bei uns miteinbezogen“, erklärt Theaterpädagogin Ostertag. Außerdem kommt jedes Kind musikalisch zum Einsatz: Die einen spielen Klavier, die nächsten Querflöte, Geige, Bratsche, Gitarre und alle sind inzwischen geübte Cajon-Spieler. Kostüme braucht das Stück nicht, denn es ist ein Fenster in eine mögliche Wirklichkeit, wie sie jederzeit heute so stattfinden könnte.

Dazu gibt es immer wieder Wechsel zwischen live gespielten Szenen und kurzen Filmabschnitten, die das Filmteam Luka und Leo Swoboda und Nils Walter sorgfältig inszeniert haben. 70 Stunden Arbeit stecken hinter diesen Filmen, die die Handlung ergänzen. Diese Zeit haben die drei Jugendlichen von ihren Wochenenden abgeknapst.

Klar, dass das gemeinsame Theaterspielen die Schüler verbindet: „Ich finde es toll, dass wir was zum Thema Liebe machen“, betont Schauspieler Noel Ballier und Abra und Lewy Ostertag geben ihm Recht. „Zusammen zu spielen“ ist Nurit Ostertag das Wichtigste und „sich auf der Bühne austoben und alles herauslassen zu können“, stellt Lina Tambra ganz oben an. Regina Schneider findet es spannend „in andere Rollen zu schlüpfen“. Lia Herlein schätzt es sehr, dass sie sich ihre Rolle selbst aussuchen durfte. Dass es eine selbst gewebte Geschichte ist, fasziniert Lola Swoboda. Amareyke Spottka schätzt das gedankliche Brainstorming, das letztlich zum Stück geführt habe.

Und so packt Antonia Röder gern ihre Querflöte aus und verbandelt sich mit zwei anderen im Stück zum Querflötentrio. Auch die beiden Regieassistentinnen Marlene Turrey und Andrea Röder können es kaum erwarten, bis heute Abend Premiere ist. Gespielt wird auch am Sonntag, 21. Mai, um 17 Uhr im Gemeindesaal. Für Schüler der benachbarten Schule im Buch gibt es zwei Sondervorstellungen. Am 2. Juni fährt das Ensemble „Bühnenzauber“ nach Bissingen in das katholische Gemeindehaus „Zum guten Hirten“ und spielt das Stück dort für die Schillerschüler und für die fünften und sechsten Klassen der Waldschule.

Die Theatergruppe „Bühnenzauber“ hat ihre Wurzeln im Krippenspiel. Jahrelang erfreuten die kreativen Kinder und Jugendlichen der katholischen Kirchengemeinde Sankt Johannes im Buch ihr Publikum in der Weihnachtszeit mit einem Krippenspiel, bevor 2014 der Verein „Bühnenzauber“ daraus gegründet wurde. Die Leitung hat Theaterpädagogin Sabine Ostertag.

Die 20 Kinder starke Mannschaft von „Bühnenzauber“ hat bereits zwei gemeinsame Stücke auf die Beine gestellt. Im Juni 2015 zeigte sie ihr erstes selbst erarbeitetes Stück „Kunterbunt“, im Folgejahr „Chaos-Durcheinander im Märchenwald“.
suy

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