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Dem Chorgesang folgt die Politik

Bei der Neujahrsmatinée in der Bietigheimer Kelter zog Oberbürgermeister Jürgen Kessing eine Bilanz für das Jahr 2015. Die Aufnahme von Flüchtlingen stand im Mittelpunkt, "viele werden länger bleiben".

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Zum Auftakt der Neujahrsmatinée präsentierte sich in der Bietigheimer Kelter die Chorvereinigung Bissingen mit dem Chor Vocalis. Danach ging Oberbürgermeister Jürgen Kessing auf die kommunalpolitischen Entwicklungen in der Stadt ein.  Foto: 

Neben einer Bilanz und dem Ausblick von Oberbürgermeister Jürgen Kessing gehört es zur Tradition der Neujahrsmatinée, dass sich ein Verein der Öffentlichkeit vorstellt. Diesmal übernahm der Bietigheimer Chor Vocalis diesen Part. Chorleiter Ralf Schwarzien sprach über die Geschichte des Chores und des Chorgesangs im 18. und 19. Jahrhundert - die Zeit als sich Chöre und Vereine gründeten. Nie hätte er gedacht, dass er als "Nordlicht" einmal an der Spitze eines alteingesessenen schwäbischen Vereins stehe, schmunzelt Schwarzien, der als Vorsitzender und zugleich als Dirigent im Einsatz ist.

Zu Beginn des neuen Jahres wies Oberbürgermeister Kessing auf erfreuliche Entwicklungen hin: "2015 konnte Bietigheim-Bissingen von der insgesamt guten Konjunktur profitieren. Die Beschäftigungsquote liegt auf Rekordniveau, dank für alle Seiten annehmbarer Tarifabschlüsse. Und wegen des seit einem Jahr bestehenden Mindestlohns haben viele Menschen Lohn- beziehungsweise Gehaltserhöhungen erhalten. Handel und Gewerbe haben gute Umsätze erzielt, die Auftragsbücher der Unternehmen sind gefüllt", betont Kessing. Dies sei eine erfreuliche Situation für die Beschäftigten und ihre Familien, für die hiesigen Betriebe und Läden - für Bietigheim-Bissingen insgesamt.

Dank der guten Wirtschaftslage seien die Steuereinnahmen im letzten Jahr nochmals leicht angestiegen. "Wir konnten alles umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Sogar noch etwas mehr." Dazu gehört auch der Erwerb der Flächen von DLW westlich der Bahnlinie der sogenannten "West-Side". Damit habe man sich langfristig die Chance eröffnet, auf diesem zentralen Areal alle Optionen zur Stadtentwicklung offen zu halten. Als wichtige Projekte, die "den Standort stärken und den Bürgern mehr Lebensqualität bringen", nannte Kessing neben dem DLW-Areal die Gebäude entlang der Karl-Mai-Allee, die Wohnbebauung auf dem Paulusareal und das Hochhaus Sky.

Die wohl größte Herausforderung 2015 für die Stadt sei die Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden gewesen. "Es war und ist für uns selbstverständlich, Menschen in Not zu helfen, Menschen, die vor Bomben, vor Terroranschlägen, vor Verfolgung flohen und die oft nur knapp dem Tod entronnen sind. Wir haben alles getan, um Unterkünfte für sie bereitzustellen und sie willkommen zu heißen", sagte Kessing. Ein wichtiger Punkt sei die Integration der Flüchtlinge und Asylsuchenden. Kessing: "Viele werden für länger bleiben. Deshalb müssen wir dafür Sorge tragen, dass sie schnell Deutsch lernen". Die Belastung sei im letzte Jahr oft sehr groß gewesen. Binnen Stunden galt es Unterkünfte vorzubereiten. Der Dank des Oberbürgermeister galt daher allen Helfern.

Im Fokus soll auch weiterhin das Thema Bildung bleiben. "Wir wollen das Unsere tun, damit alle Bietigheim-Bissinger Kinder und Jugendlichen gute Startchancen haben und damit Eltern Beruf und Familie vereinbaren können. Wir verstehen uns als kinder- und als familienfreundlicher Ort."

Dazu gehört nach Ansicht des Oberbürgermeisters auch ein ausreichendes Wohnangebot. Deshalb sei man in Bietigheim-Bissingen darauf bedacht, mehr günstige Wohnungen anbieten zu können, denn gerade in diesem Segment wachse der Bedarf. Man habe schon mehrere Mehrfamilienhäuser für bezahlbaren Wohnraum im Bau, etwa an der Mörikestraße und in der Grünwiesenstraße. "Weitere sollen folgen, im Ellental und in anderen Bereichen unserer Stadt", kündigte Kessing an.

Ein dickes Lob gab es für die Bürger. Es sei eine Stärke der Stadt, dass viele Bürger Verantwortung für ihren Ort übernehmen. Ehrenamtlich Engagierte würden für ein lebendiges Vereinsleben sorgen. Oberbürgermeister Jürgen Kessing: "Sie helfen Bedürftigen, sie wirken in der Nachbarschaft, sie praktizieren Solidarität und stärken den Zusammenhalt."

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Wappen
Ludwigsburg

Bietigheim-Bissingen

Einwohner: 42968 (31. Dez. 2015)
PLZ: 74321
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 211 m ü. NHN
Oberbürgermeister Jürgen Kessing (SPD)

www.bietigheim-bissingen.de/

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