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BZ-Krimi: 3. Fortsetzung 2 von Florian Bauer

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Verwirrt starrte Breitscheitl auf das Bild. Fabienne Ostberger und Harry Hasenhündl kannten sich. Das Foto wurde gemacht, als sie 2010 dem Stadtmuseum eine große Puppenhaus-Sammlung aus einem Nachlass stiftete. Es war ihm nicht bewusst, dass das damals seine Kollegin war. Mist, er sollte öfter hierher kommen. Es kostet nicht einmal etwas. Aber warum hat sie das verschwiegen? Oder war es doch nur Zufall? Die Gedanken schossen ihm durch den Kopf, ohne dass er es schaffte, sie zu ordnen. "Georg, kommst du?", hörte er Fabienne Ostberger wie durch einen Nebel rufen. Er drehte sich um und blickte sie unverwandt an. "Ist irgendwas?", fragte sie. "Nein, nein", stammelte Breitscheitl. "Ja, dann komm", drängelte sie, "hier sind wir fertig". 'Sind wir das wirklich?', dachte Breitscheitl, konnte er der Kollegin noch trauen?

Wieder im Auto zurück, klingelte schon wieder sein Handy. Die Kollegen kamen zügig voran. Schon wieder gab es Neuigkeiten. "An einer Stelle auf dem Valeo-Gelände wurde etwas ausgegraben? Ganz sicher?", wiederholte Breitscheitl, was er hörte. "Das Ergebnis der DNA-Analyse? Natürlich will ich das wissen", bellte er. Er hörte noch kurz zu, unterbrach das Gespräch und ließ langsam das Handy sinken. "Und?", fragte Fabienne Ostberger ungeduldig, "was ist nun?" "Da führt uns einer an der Nase herum, es soll wohl so aussehen, aber der Tote ist nicht Harry Hasenhündl. Das Ergebnis der DNA ist eindeutig", antwortete Breitscheitl nachdenklich. "Warum hast du verschwiegen, dass du den Toten, äh, doch nicht Toten kennst?", entfuhr es ihm. Fabienne Ostberger wurde hochrot. "Was hat das mit unserem Fall zu tun? Verdächtigst du mich etwa? Viele haben ihn gekannt! Er war schließlich der Leiter des Stadtmuseums", erwiderte die Kommissarin ärgerlich. Breitscheitl überzeugte das noch nicht. Sein Gefühl sagte ihm etwas anderes. "Wann hast du Hasenhündl zuletzt gesehen?", bohrte er nach. "Am Samstag im Kaufland, na und?", sagte sie genervt. Breitscheitl gab noch nicht auf. "Offensichtlich hat sich Harry Hasenhündl abgesetzt, aber er konnte das nicht allein geschafft haben." Fabienne Ostberger wurde gleichzeitig immer ungehaltener. Verdammt, sie hatte Breitscheitl und seinen Instinkt unterschätzt. Mit dem Gefühl, auf der richtigen Fährte zu sein, würde er nicht mehr aufgeben. "Ja, ich bin seine Geliebte. Hasenhündl hat beim Stadtmuseum Kunstgegenstände unterschlagen. Das Valeo-Gelände soll doch jetzt bebaut werden. Das Zeug musste weg. Hasenhündl ist Richtung Bulgarien unterwegs. Am Wochenende treffen wir uns dort. Aber du", und plötzlich hatte sie ihre Waffe in der Hand, "wirst es niemandem erzählen."

Schweißgebadet saß Breitscheitl in seinem Bett. Was hatte er da für einen Mist geträumt? Seit er mit Fabienne Ostberger zusammenarbeitete, war sie ihm ein Rätsel. Und jetzt verfolgte ihn das schon im Traum.

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Themenschwerpunkt

Blutspur in der Villa Visconti

Eine "Blutspur in der Villa Visconti", ein grausam zugerichtetes Opfer, ein Spaten als Waffe und der Tatort fast am anderen Ende der Stadt. Hauptkommissar Georg "Schorsch" Breitscheitl und Kommissarin Fabienne Ostberger sind im Bietigheim-Krimi ratlos. Über die Fortsetzung entscheiden die BZ-Leser.

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