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Bietigheimer Stadtverwaltung arbeitet Problemstellen im Radwegenetz auf

Einen Katalog mit knapp 200 Problemstellungen in puncto Radwegenetz hatte die Arbeitsgemeinschaft Radschulwegeplan der Stadtverwaltung Bietigheim-Bissingen übergeben. Der wird nun abgearbeitet.

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Von 8.30 bis 6 Uhr gilt in der Innenstadt ein Radelverbot. Die Kontrollen sollen nun verschärft werden.  Foto: 

Radfahren ist Baden-Württembergs Sportart Nummer eins. Eine Forsa-Umfrage unter rund 1.000 Menschen ergab jüngst, dass 36 Prozent sich regelmäßig per Rennrad, Mountainbike und Co. fortbewegen. Seit der steuerlichen Gleichstellung von Fahrrädern mit Dienstwagen setzen Berufstätige immer öfter auf den Drahtesel statt auf den Daimler. Unter Schülern ist das Fahrrad das am meisten genutzte Verkehrsmittel.

Auch die Schüler der Gymnasien im Ellental nutzen zumindest im Sommer mehrheitlich das Rad, um zur Schule zu kommen. Dies ergab eine Online-Umfrage, welche die im Januar 2011 gegründete Arbeitsgemeinschaft Radschulwegeplan zur Erhebung des Mobilitätsverhaltens der Jugendlichen durchführen ließ. Die Befragung ergab aber auch, dass noch vieles im Argen liegt - das Radwegenetz in Bietigheim hat seine Schwachstellen.

Schritt für Schritt nimmt sich die Stadtverwaltung der Problemstellen derzeit an, die der im Rahmen der Erarbeitung des ersten Radschulwegeplans Baden-Württembergs verfasste, über 90 Seiten starke Katalog aufzeigt. Knapp 200 neuralgische Punkte, verteilt im ganzen Stadtgebiet, sind darin verzeichnet. Die Stadtverwaltung hat, wie Sprecherin Anette Hochmuth ausführt, bereits damit begonnen, Problemstellen zu beseitigen. Von den etwa 200 Punkten seien mittlerweile nur noch 40 strittig.

Eine Problemstelle war die Hauptstraße von Bietigheim zwischen Hillerplatz und Unterem Tor. Schüler nutzten sie als schnellsten Weg zur Schule, aber offiziell war sie für Radfahrer gesperrt. Heute ist die gesamte Fußgängerzone zwischen 6 und 8.30 Uhr für Radfahrer freigegeben. Die Tatsache, dass der Pedaleur am steilen Abschnitt der Bietigheimer Bummelmeile zwischen Pfarr- und Fräuleinstraße den Rest des Tages sein Rad zu schieben hat, scheint einige nicht zu interessieren. Deshalb werden, wie Hochmuth ankündigt, Polizei und Ordnungsdienst verkehrswidrig Radelnde kontrolliert. Der Zeitpunkt der Aktion, die Oberbürgermeister Jürgen Kessing im Rahmen des Bürgergesprächs im Sand bereits angekündigt hatte, steht noch nicht fest, die Schwerpunkte dagegen schon: "Verkehrswidriges Verhalten der Radler wie nicht angepasste Geschwindigkeit und das Befahren nicht genehmigter Zonen."

Kollisionen von Radlern und Fußgängern sind auf dem Weg vom Gymnasium hinunter zur Halle am Viadukt ebenso ein Problem wie am Bahnhof, wo eine eindeutige Radwegeführung fehlt, so dass sich Radfahrer und Fußgänger regelmäßig in die Quere kommen. Der Bereich der Bahnhofsunterführung ist ebenfalls als Problemstelle genannt, doch der im Katalog aufgeführte Lösungsvorschlag, das grüne Rondell zu entfernen, ist laut Hochmuth nicht machbar. Dagegen sind die im Katalog als schadhaft bezeichneten Fahrbahnbeläge im Ellental links und rechts der Enz seit der vergangenen Woche so fein asphaltiert, dass das Radlerherz schneller schlägt.

Grundsätzlich schwierig vor allem für sehr junge Radfahrer ist die Querung stark befahrener Straßen, zum Beispiel der Bietigheimer Straße in Metterzimmern, der Bahnhofstraße in Bissingen auf Höhe der Karlstraße oder nahe der Sandschule an der Kreuzung von Bolz- und Friedrich-Ebert-Straße. "Aber nicht alles ist umsetzbar, oft wären aufwendige Baumaßnahmen notwendig, und eine größere Zahl von Ampeln für Radfahrer würde noch mehr Auto-Staus produzieren", gibt Hochmuth zu bedenken. Auf jeden Fall machbar wäre die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer - ein Miteinander statt Gegeneinander im Straßenverkehr.

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Oberbürgermeister Jürgen Kessing (SPD)

www.bietigheim-bissingen.de/

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