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Bietigheimer Notfallpraxis zieht um ins Krankenhaus

Neues Jahr, neuer Standort: Die Bietigheimer Notfallpraxis zieht am kommenden Montag ins Krankenhaus. Für die Verantwortlichen ist das ein großer logistischer Aufwand - aber einer, der sich lohnen soll.

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Sammy Eskridge und sein Team haben die Plakate mit den Umzugsinfos erst spät aufhängen lassen - damit keiner schon früher in der Klinik steht.  Foto: 

Sammy Eskridge hat die Ruhe weg. Dabei ist gerade jetzt eigentlich eine besonders stressige Zeit für den Organisator der Notfallpraxen in Bietigheim, Sersheim, Mühlacker und Leonberg. Denn es stehen nicht nur Quartalsabrechnungen und der Jahresabschluss an, sondern auch ein großer Umzug. Am Montag, 11. Januar, geht es um sieben Uhr los. Denn schon am Abend um 18 Uhr soll die Bietigheimer Notfallpraxis an ihrem neuen Standort im Erdgeschoss des Krankenhauses eröffnen. "Es war der erstmögliche Termin im neuen Jahr", sagt Eskridge auf die Frage, warum die Praxis ausgerechnet in der eh schon stressigen Zeit umzieht. Und da es schon seit Monaten Probleme mit Anwohnern gebe, die sich über nächtlichen Lärm vor allem durch den Autoverkehr beschweren, habe man schnellstmöglich umziehen wollen. "Ich wollte hier auch nicht wohnen", äußert Eskridge Verständnis. Zudem sei der seit 2003 genutzte Standort, die in den Sechziger Jahren erbaute Pfeiffersche Villa, nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Doch das Krankenhaus als Standort bietet weitere Vorteile. Ein wichtiger ist mehr Platz. Statt drei gibt es künftig vier Behandlungszimmer, die alle gleich groß sind und gleich ausgestattet, zudem gibt es einen extra Raum fürs EKG. "Für uns ist das deutlich besser", sagt Eskridge. Und das gilt auch für die Patienten, die man stationär einweisen müsse. Denn aus haftungsrechtlichen Gründen musste bislang ein Rettungswagen aus dem Krankenhaus in die Uhlandstraße 24 fahren.

Vor anderthalb Jahren hat sich in Mühlacker ein ähnlicher Umzug abgespielt, ebenfalls unter der Regie von Sammy Eskridge. "Und das funktioniert auch diesmal", ist er aus seiner Erfahrung heraus überzeugt. Seit dem Frühjahr saßen er und Verantwortliche der Klinik für die Planungen zusammen. "Und jetzt endlich ist es soweit, ich bin froh, wenn's losgeht."

Wie damals in Mühlacker hat er auch für den Bietigheimer Umzug 100 Umzugkartons bestellt. 15 Mitarbeiter werden nach der voraussichtlichen Schließung gegen 7 Uhr im Einsatz sein, auch Aushilfen aus Mühlacker werden darunter sein. "Ich nehme keine Spedition, schließlich brauche ich Leute, die Ahnung von der Branche haben."

Denn es muss zunächst jede Menge eingepackt werden, medizinisches Material, Schreibkram - "und die Kaffeemaschine nicht vergessen", sagt Eskridge und lacht dabei. Dazu kommen die größeren Teile wie Untersuchungsliegen oder medizinische Geräte. Immerhin: Schränke müssen kaum abgebaut werden. Denn im Krankenhaus soll alles einheitlich sein, Regale ebenso wie Schreibtische. Zudem hat die Klinik in den Flügel im Erdgeschoss eine neue Küche einbauen lassen.

Was aus der Pfeifferschen Villa wird, ist derzeit noch unklar, heißt es bei der Kliniken-Holding. "Für die Nachnutzung haben wir ein paar Optionen im Hinterkopf", sagt der Sprecher Alexander Tsongas.

Sammy Eskridge dagegen hat seine Planungen schon abgeschlossen. Und die bezeichnet er selbst als ehrgeizig. Den großen Umzug will er bis 15 Uhr geschafft haben, um noch einmal in Ruhe durch alle Räume gehen zu können. Und dann sich schnellstmöglich gut einleben und mit den neuen "Zwischenmietern" - tagsüber ist die chirurgische Ambulanz in den Räumen - zurechtkommen. "Es wird auch Reibungspunkte geben, etwa, wenn etwas vergessen wurde, wegzuräumen. Das hatten wir in Mühlacker, und das werden wir auch in Bietigheim haben", sagt er. Aber er ist dennoch zuversichtlich: "Sechs Monate, dann läuft's rund."

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