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Bewirten macht stolz

Im Sandcafé bewirten Schüler mit Behinderungen aus der Schule am Favoritepark. Für das Projekt gabs beim diesjährigen Schulpreis der Bietigheimer Zeitung und der Kreissparkasse einen dritten Preis.

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Schüler aus der Schule am Favoritepark in Ludwigsburg, einer Einrichtung für Geistig- und Körperbehinderte, bewirten einmal im Monat im Sandcafé der Friedenskirche im Bietigheimer Wohngebiet Sand mit Backwerk und Getränken. Die Schüler Lea, Anastasia und Laurin kümmern sich auf diesem Bild um eine Café-Besucherin und (links) Pfarrer Stephan Seiler-Thies.  Foto: 

Im Gemeindehaus der evangelischen Friedenskirche in Bietigheim-Bissingen bewirten geistig und körperlich behinderte Schüler regelmäßig im Sandcafé. Drei Jahre schon läuft die Kooperation zwischen der Kirche im Stadtteil Sand und der Schule am Favoritepark in Ludwigsburg, der Schule für Geistig- und Körperbehinderte, bereits. Einmal im Monat bewirtet im Gemeindehaus eine Gruppe von Schülern die Cafégäste mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen und Waffeln. Die gelungene Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und der Schule hat inzwischen einen beliebten Treffpunkt für alle Generationen entstehen lassen. Dieses Engagement wurde bei der Auslobung des Schulpreises 2014, einer Auszeichnung der Bietigheimer Zeitung und der Kreissparkasse, mit einem dritten Preis ausgezeichnet (wir berichteten).

Kleinkinder krabbeln unter den Tischen und fühlen sich offensichtlich pudelwohl im Sandcafé. Sie gehören zu einer Krabbelgruppe, die nach ihrer Gruppenstunde gern hier einkehrt. Bei Kaffee und Kuchen tauschen sich die jungen Mütter aus. Das ist nur eine Gruppe, die das Angebot einmal im Monat gern annimmt. "Eine tolle Einrichtung, die behinderte Kinder integriert. Hier bekommen sie praxisnahe Aufgaben, die ihr Selbstbewusstsein stärken", lobte ein Gast. Aus einer Elterninitiative heraus sei vor drei Jahren das Sandcafé entstanden, erklärt Ulla Bauer-Sabo, Lehrerin an der Schule am Favoritepark. Zusammen mit ihrer Kollegin Ute Kurz hilft sie ihren Schülern bei der Bewirtung der Besucher und schaut, dass alles gut läuft. "Wir haben Schüler hier aus Bietigheim. Eltern haben diese Kooperation angeregt und mit auf den Weg gebracht", stellt sie den Zusammenhang her.

Die Gruppe von sechs Schülern ist sichtlich stolz darauf, dass sie sich hier einbringen kann. "Im ersten Jahr lief der Betrieb zaghaft an. Das Angebot mit dem Sandcafé musste sich erst einmal herumsprechen. Doch jetzt haben wir jedes Mal volle Haus", freute sich die Pädagogin und zückte stolz die Schulpreis-Urkunde, die die Initiative bei der Auslobung des Schulpreises bekommen hat. "So ausgezeichnet gehen wir mit noch mehr Elan an die Sache", bekräftigte Ulla Bauer-Sabo. Sie weiß, dass Pfarrer Seiler-Thies von der Kanzel herab sonntags wohl ebenfallsdie Werbetrommel für das Sandcafé gerührt hat.

Im Sandcafé begegnen sich Generationen. Menschen mit Behinderungen finden eine Aufgabe innerhalb der Gesellschaft, an der sie wachsen können und fühlen ihre Verantwortung dafür, dass der Betrieb funktioniert. Sie bereiten den Cafébetrieb selbst vor. Sie gestalten ansprechende Tischdekorationen und decken die Tische ein. "Wir legen großen Wert darauf, dass das schön gemacht wird", lässt Ulla Bauer-Sabo außerdem wissen. Vieles lernen die Schüler hier über Bewirtung und hauswirtschaftliches Arbeiten.

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