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Baustellen sorgen für viel Ärger

Die Arbeiten auf der Mühlwiesenbrücke sorgen vor allem in den Abendstunden für Staus. Ärgerlich für Autofahrer, wenn auf den Umleitungsstrecken auch noch gebaut wird.

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Mit großer Verärgerung haben Autofahrer am Dienstag auf Bauarbeiten reagiert, die seit Montag auf der Landesstraße von Richtung Tamm aus vor dem Grotztunnel bei brütender Hitze für lange Staus sorgten.

Harald Ott aus Sachsenheim stand gut 45 Minuten im Stau. Für ihn ein "Unding", dass zeitgleich mit der Baustelle auf der Mühlwiesenbrücke auch noch vor dem Grotztunnel, immerhin die Strecke, die von der Stadt als Umleitung empfohlen wird, eine weitere Baustelle aufgemacht wird.

Staugeplagt war auch Thomas Lohmann aus Bietigheim-Bissingen, der ebenfalls gut eine Dreiviertelstunde im Stau stand. Als "kurios" bezeichnete er bei einem Anruf bei der Bietigheimer Zeitung am Dienstagabend, dass man am Tunnel in Bissingen eine Baustelle mit Ampeln eingerichtet und damit begonnen habe, die Straße abzufräsen. "Zum jetzigen Zeitpunkt ein Schildbürgerstreich".

Der Schleichverkehr rund um Bissingen führte zu gefährlichen Situationen. Autofahrer waren mit zum Teil hoher Geschwindigkeit am Bruchwald, dem Bissinger Friedhof und den Tennisplätzen unterwegs, wo sonst nur Jogger, Spaziergänger, Friedhofsbesucher und Radfahrer unterwegs sind. Beschimpfungen der Fußgänger waren die Folge. Ganz eilige Autofahrer nutzten sogar den Bruchwald, um den Stau rund um den Grotztunnel zu umfahren.

Claus-Dieter Jaisle, Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes der Stadt, zeigte gestern Verständnis für den Ärger der Autofahrer. "Da gibt es nichts zu beschönigen", sagte er mit Blick auf die Baustelle am Grotztunnel, die man auch acht Tage früher hätte angehen können. Dort wurde auf 100 Metern Straße der Asphalt neu eingebaut, Arbeiten, die gestern Mittag beendet waren. Diese Baumaßnahme war allerdings in das Jahresinstandsetzungprogramm "eingetaktet" - und wurde von Montag bis gestern Mittag abgearbeitet. Ab sofort kann der Straßenverkehr dort wieder geregelt fließen.

Erfreuliches hat Jaisle in Bezug auf die Baustelle auf der Mühlwiesenbrücke zu verkünden. Der Ausbau des Mittelstreifens - nötig für eine Spurverlängerung - geht schneller vonstatten als gedacht. Für diese erste Bauphase waren ursprünglich drei Wochen vorgesehen - mit jeweils einer Fahrspur in Richtung Heilbronn und Stuttgart. Durch den schnellen Abbruch lässt sich die Zeit verkürzen, Jaisle rechnet damit, dass schon in der nächsten Woche wieder zwei Fahrspuren auf jeder Brückenseite zur Verfügung stehen. Insgesamt könnte sich dadurch auch die komplette Bauzeit verkürzen - wenn es nicht regnet. "Dies", so Jaisle, "ist Gift für jede Brückensanierung".

Der Amtsleiter empfiehlt den Autofahrern eindringlich, die empfohlenen Umleitungsstrecken zu nutzen. Die Baustelle auf der Verkehrsschlagader der Stadt solle man weiträumig umfahren, "außer man will in Stau stehen". Eine exakt vorgeschriebene Umleitung sei nicht nötig, da es keine Vollsperrung gebe, so Jaisle über die Ausschilderung an den Einfahrten zur Stadt. In Sachen Straßenverkehr sei jetzt noch mit "geringen Einschränkungen" acht Tage lang zu rechen - wenn die Einfahrt der Löchgauer Straße in die Karl-Mai-Allee verlegt wird.

Auf der Facebook-Seite der Bietigheimer Zeitung werden die Straßenbauarbeiten auf der Brücke ganz unterschiedlich bewertet.

"So extrem empfinde ich die Situation nicht, da viele Autofahrer die Baustelle über Sachsenheim oder Besigheim/Husarenhof umfahren. Die Innenstadt ist jedenfalls sehr gut zu erreichen", schreibt Jörg Schäfer. "Ich bin heute morgen exakt fünf Minuten schneller an der Arbeit gewesen", berichtete Patrick Shepherd am Dienstag. "Ist zwar lästig, aber die Sicherheit einer Brücke ist wichtiger. Als alte Bietigheimerin kenne ich zum Glück viele Schleichwege. Man muss jetzt eben flexibel reagieren", wenn auch zum Leidwesen vieler Anwohner, meint Monika Lorenz.

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