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Ausstellung in der Städtischen Galerie widmet sich dem Linolschnitt

In der Städtischen Galerie sind von Freitag an die Werke des aktuellen Wettbewerbs „Linolschnitt heute“ zu sehen.

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Die Städtische Galerie eröffnet am Freitag, 15. Juli, um 19 Uhr die neue Ausstellung „Linolschnitt heute X. Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen“. Es spricht Oberbürgermeister Jürgen Kessing, gefolgt von Remco Veeneman, CEO der DLW Flooring GmbH sowie abschließend die Galerie-Leiterin Dr. Isabell Schenk-Weininger. Das Haus ist ab 18 Uhr geöffnet.

Mit der Gründung der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen 1989 wurde auch der Wettbewerb „Linolschnitt heute“ ins Leben gerufen. Alle drei Jahre wird er ausgerichtet und findet 2016 zum zehnten Mal statt. Dieses Jubiläum ist Bestätigung und zugleich Ermutigung, sich auf diesem Gebiet des Hochdrucks weiter zu engagieren, teilt die Stadt mit. Denn im Laufe von bald drei Jahrzehnten ist der Wettbewerb in Fach- wie Künstlerkreisen zu einer festen Institution geworden: Mehr als 550 Künstler aus aller Welt beteiligen sich inzwischen. Die wechselnde, stets hochkarätige, fünfköpfige Jury entscheidet über die drei Preisträger, über Ankäufe für die Sammlung der Städtischen Galerie und die Werke, welche in der anschließenden Ausstellung und dem begleitenden Katalog präsentiert werden. Mit Preisgeldern von 10.000 Euro sowie den Juryankäufen fördert dieser Grafikpreis zeitgenössische Künstler, die sich dem Linolschnitt leidenschaftlich verschrieben haben.

Auch wenn der Linolschnitt eine vergleichsweise junge Technik ist – 1863 wurde das Linoleum erfunden, seit Beginn des 20. Jahrhunderts für künstlerische Zwecke genutzt –, hat er doch eine respektable Tradition. Die Künstler des Blauen Reiters und andere Expressionisten haben sich dieser Hochdrucktechnik ebenso bedient wie Protagonisten der französischen Moderne, darunter Henri Matisse und Pablo Picasso. Im Zuge der Neuentdeckung des Hochdrucks in den 1980er-Jahren wandten sich dann Künstler wie Georg Baselitz oder Markus Lüpertz dem Linolschnitt zu. Der Wettbewerb „Linolschnitt heute“ hat einen weiteren Beitrag dazu geleistet, dass das Linolschneiden längst nicht mehr nur mit pädagogischen Kursen in Verbindung gebracht wird, sondern sich vielmehr neben dem Holzschnitt gleichrangig als künstlerische Hochdrucktechnik etabliert hat.

„Linolschnitt heute“ gibt den Besuchern wieder einen repräsentativen Einblick in die internationale künstlerische Linolschnitt-Szene und bietet ein breites Spektrum vom klassischen Weißlinienschnitt bis hin zu farbintensiven Werken.

Parallel zu den ausgewählten Arbeiten aus der aktuellen Ausschreibung zeigt die Städtische Galerie – aus Anlass des Jubiläums – unter dem Motto „Linoläum“ Werke von Preisträgern aus den vergangenen Wettbewerben. Diese Schau geht in erweiterter Form 2017/18 auf Tour und wird unter anderem in der Lyonel Feininger Galerie Quedlinburg und im Richard Haizmann Museum Niebüll präsentiert.

Im Historischen Gebäudeteil ist parallel und ergänzend vom 16. Juli bis 23. Oktober die Studioausstellung „Linoläum!  Preisträger der zehn Wettbewerbe „Linolschnitt heute“ seit 1989“ zu sehen.

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Bietigheim-Bissingen

Einwohner: 42968 (31. Dez. 2015)
PLZ: 74321
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 211 m ü. NHN
Oberbürgermeister Jürgen Kessing (SPD)

www.bietigheim-bissingen.de/

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