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Auf den Spuren von Konzil und Dix

Einige Mitglieder des Bietigheimer Clubs der Frau erlebten zwei Tage am Bodensee. Dort besuchten sie Inseln und nahmen an Führungen teil.

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Die Reisegruppe vom Club der Frau bei einer Führung.  Foto: 

In Konstanz angekommen, begaben sich die Club der Frau-Mitglieder samt Guide auf die Spuren des Konzils, das von 1414 bis 1418 dauerte. Nach dem Papstschisma zwischen Gregor XII., Benedikt XIII. und Johannes XXIII. wurde die Einheit der Kirche wieder hergestellt durch den Verzicht beziehungsweise die Absetzung dieser Päpste und die Wahl Martins V. Zudem waren Kirchenreformen geplant. Jan Hus, dem König Sigismund freies Geleit zugesichert hatte, wurde auf Grund seiner Lehren verdammt und als Ketzer verbrannt. Es waren aufregende Jahre. Die Stadt quoll über mit Menschen, die von der Lage profitieren wollten. Die Teilnehmerinnen schlenderten weiter zur nächsten Führung, im Münster "Unserer Lieben Frau". Auf den Ruinen eines spätrömischen Kastells entstand im siebten Jahrhundert eine erste Kathedralkirche. Wieder begegnete dem Club das Konzil, denn hier tagte die Kirchenvollversamlung.

Nach dem Check-In im Hotel hieß es: Freizeit bis zum Abendessen. Ein Spaziergang zum Wasser lockte und so traf man sich bei der neun Meter hohen Imperia des Bildhauers Peter Lenk.

Der zweite Tag war zunächst dem Klosterbezirk der Insel Reichenau (seit 2001 UNESCO Weltkulturerbe) gewidmet. Der Wanderprediger Pirmin hatte die Insel urbar gemacht und dort eine Benediktinerabtei gegründet. Das Kloster erlebte unter Abt Walahfrid Strabo (842 bis 849) seine geistliche und kulturelle Blüte. Mit einer Inselrundfahrt endete das Besuchsprogramm.

Frisch gestärkt ging die Fahrt weiter auf die Halbinsel Höri nach Hemmenhofen zum Wohnhaus (heute Museum) des Malers Otto Dix. Leider hatte er sich in dieser ländlichen Idylle nie wohl gefühlt. Er war ein Stadtmensch und sehnte sich zurück nach Dresden. 1933 verlor er unter der Hitlerherrschaft seine Professur an der Dresdner Akademie und musste seinen dortigen Wohnsitz aufgeben. Zeitlebens war er ein in sich zerrissener Mensch, geprägt von den Grausamkeiten zweier Weltkriege. Nach einem Abriss seines Lebens und einem Rundgang durch das Haus endete die Führung. Im Wohnzimmer der Familie Dix gab es noch Kaffee und Kuchen.

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