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"Freibad bleibt immer ein Zuschussbetrieb"

Die Besucherzahlen des Badeparks Ellental und die daraus resultierenden Einnahmen für die Stadtwerke schwanken mit dem Wetter. Thilo Dittmann äußert sich zu der Thematik.

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Thilo Dittmann, Stadtwerke Bietigheim- Bissingen. Foto: Martin Kalb

Thilo Dittmann ist bei den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen (SWBB) federführend für den Betrieb der Bäder und Eishallen zuständig und äußerte sich am Freitag gegenüber der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung zur finanziellen Bilanz des Freibad-Betriebs. Ein entscheidender Faktor für finanziell bessere oder schlechtere Jahre sei vor allem die jeweilige Wetterlage, so Dittmann. In Zahlen ausgedrückt sei es in der Vergangenheit dadurch zu Schwankungen bei den Besucher-Zahlen zwischen 220.000 und 110.000 Personen pro Jahr gekommen. Zum Thema Jahresbilanz sagte Dittmann zudem klar, dass ein Freibad wie der Badepark "letztendlich immer ein Zuschussbetrieb bleiben wird". Dies hänge vor allem mit den Preisen zusammen, die auf kommunaler Ebene festgelegt würden und im Vergleich zu den Kalkulationen privater Bäderanbieter deutlich niedriger angesetzt seien.

Als Gegenbeispiel zum Badepark Ellental, den man schon mit 4,20 Euro einen ganzen Tag nutzen könne, führte Dittmann ein Bad im bayerischen Erding an, dessen Preise ihm bekannt seien: "Da bezahlen sie schnell einmal 28 Euro für eine Tageskarte." Mit Blick auf konkrete Zahlen, wie viel die Stadtwerke für den Bäderbetrieb finanziell zuschießen müssen, hielt sich Dittmann bedeckt. Die Summe schwanke - ähnlich wie die Wetterlage - von Jahr zu Jahr mit den Besucherzahlen. Es sei jedoch in jedem Fall so, dass durch den Verkauf von Eintrittskarten aufs Jahr hin gesehen meistens nur 30 Prozent der Betriebskosten - "im günstigsten Fall sind es einmal 40 Prozent" - gedeckt werden könnten. Angesichts niedriger Preise sei es jedoch auch selbst bei sehr hohen Besucherzahlen nicht möglich, in diesem Bereich durch den Verkauf von Tickets kostendeckend zu wirtschaften.

Geld einsparen konnten die Stadtwerke hingegen zwischen 2008 und 2012 durch technische Sanierungsmaßnahmen im Badepark. Waren dort 2008 laut dem SWBB-Energiebericht noch rund 735.000 Kilowattstunden an Strom verbraucht worden, so konnte dieser Wert 2012 bereits auf rund 479.000 Kilowattstunden gesenkt werden.

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