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Carsharing ist gefragt in der Stadt

Ein eigenes Fahrzeug ist für viele zu teuer. Wer aber nicht ganz verzichten kann, setzt häufig auf Carsharing. Das Angebot an Leihfahrzeugen ist ungewöhnlich groß in der Stadt.

JULIA SCHWEIZER |

Es dürfte fast schon ein Rekord sein mit Blick auf vergleichbar große Städte: 13 Mittelklasse- und einen Kleinwagen weist die Bahn-Mietwagentochter Flinkster für ihre zwei Standorte am Bietigheimer Bahnhof auf. Dazu kommen zwei Wagen von Stadtmobil am Kronenzentrum. Die örtliche Filiale wurde 2012 von Carsharing-Interessenten gegründet und startete im Mai 2013 mit einem Fahrzeug. Anders als in Stuttgart sind es außerhalb Ehrenamtliche, die sich um alles kümmern.

Vor allem die Zahl der Flinkster ist ungewöhnlich hoch, und die Autos würden sowohl von Privatleuten als auch Firmenkunden "sehr genutzt", sagte ein Bahnsprecher. Anders Ludwigsburg: Dort wurde im Mai 2013 ein Auto an der Wilhelmstraße positioniert, von Juli 2014 an zwei am Bahnhof (alle mit Elektroantrieb), wovon eines aber mittlerweile wieder abgezogen wurde. Und weil die Auslastung laut einem Sprecher generell "unzureichend" ist, plane man demnächst auch das noch am Bahnhof verbliebene Fahrzeug abzuziehen.

Ein weiterer Anbieter verzichtete gleich zu Beginn auf die beiden großen Kreisstädte: die Daimler-Tochter "Car2go". Die elektrisch betriebenen Smarts können im Gegensatz zu den Flinkstern und Stadtmobil-Fahrzeugen auf allen öffentlichen Parkplätzen innerhalb des Geschäftsgebiets abgestellt und von dort wieder via Computer oder Smartphone-App gemietet werden.

Ende 2013 expandierte das Unternehmen von der Landeshauptstadt aus nach Böblingen, Sindelfingen, Esslingen und - als einzigem Ort im Kreis Ludwigsburg - nach Gerlingen. Ludwigsburg als Modellkommune Elektromobilität dagegen lockte lange Zeit vergeblich den Anbieter. Doch während in Stuttgart die Nachfrage stetig steige, nehme sie in Randgebieten ab, so die Begründung von "Car2go", weshalb auch künftig keine Expansion Richtung Ludwigsburg geplant sei.

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