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200 Tiere stehen im Fokus

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Unter den zahlreichen Tieren bei der Vogelschau in Bissingen gibt es auch Waldkäuze zu sehen. Die Ausstellung dauert noch bis Sonntag.  Foto: 

„‘Hilfe Polizei‘ haben sie gekrächzt“, erzählt Heinz Schrempf. Und als die von Nachbarn alarmierte Polizei eingetroffen sei, hätten sie auch noch die Sirene nachgeahmt. Der Vereinsvorsitzende der „Vogelliebhaber Bietigheim-Bissingen“ erzählt eine Geschichte, die sich so in Stuttgart zugetragen haben soll. Hauptdarsteller: zwei Beos. Genau diese beiden Schlawiner krächzen auch bei der Vogelschau des Vereins an diesem Wochenende. Rund 200 Vögel stehen im Zentrum der Veranstaltung, die am Freitagmittag begonnen hat und noch bis Sonntag andauert.

Zum 39. Mal richtet der Verein seine Vogelschau aus. Sie findet einmal jährlich statt, seit mehr als zehn Jahren auf dem Gelände der Gärtnerei Förstner-Sinast. Für das diesjährige Fest wurde vieles umgestaltet und das Rahmenprogramm nochmals erweitert. Entsprechend firmiert die diesjährige Vogelschau unter dem Motto „Erlebnisreiche Tage für die ganze Familie“. Kinderschminken, ein Malwettbewerb und Ponyreiten gibt es zum ersten Mal, Kinder können Nistkästen basteln und auch ein Holzfiguren-Kettensäger sowie die Falknerei Bielriet sind mit von der Partie.

Außerdem präsentieren sich mit dem Partnerverein der Kleintierzüchter Markgröningen, den Bietigheim-Bissinger Landfrauen und „Reptilium Landau“ drei weitere Teilnhemer. Letzterer bietet gegrillte Mehlwürmer und Schwarzkäferlarven an – für die Besucher. Wer von Insekten auf dem Brot lieber Abstand nimmt, für den gibt es das große Festzelt. „Unser erfahrungsgemäß am meisten belagertes Event ist das Gruselkabinett“, berichtet Schrempf. Am Stand von Uwe Dost können Unerschrockene Geckos, Schlangen und Vogelspinnen auf den Arm nehmen.

Rund 1500 Stunden Arbeit

„In diesem Fest stecken etwa 1500 Stunden Arbeit“, sagt Heinz Schrempf, Kopf des zwölfköpfigen Orga-Teams. Alle Vögel, die gezeigt werden, gehören Vereinsmitgliedern. Schrempf betont: „Bei uns gibt es keine Prämierungen. Die Vogelschau ist keine Leistungsschau, sondern ein Ausschnitt aus unserem Hobby.“ Die Vereinsmitglieder würden speziell geschult, artgerechte Haltung sei oberstes Gebot. Die Käfige sind zumeist begrünt und werden den Bedürfnissen der Vögel angepasst. „Für so ein Käfig kommen schnell mal 250 Euro zusammen“, sagt Schrempf mit Blick auf das Übergangs-Zuhause der Felsensittiche.

Neben Erdbeer- und Pfirsichköpfchen, die häufig als Haustiere gehalten werden, finden sich auch Raritäten wie die Schleiereule, Tokos oder die chinesische Zwergwachtel. Gar auf der Roten Liste steht der in Asien beheimatete Balistar, der im Verein nachgezüchtet wird. Und die Attraktion schlechthin sei der Lachende Hans, erzählt Heinz Schrempf. Die gefiederten Freunde aus der Familie der Eisvögel stammen aus Australien. Die Exemplare des Bietigheim-Bissinger Vereins seien ein bisschen eigenwillig. „Wer sie lachen hören will, muss morgens gegen sieben oder abends gegen acht vorbeischauen“, sagt Schrempf lachend. Da hat die Bietigheimer Vogelschau allerdings bereits geschlossen.

Info Die Vogelschau samt Rahmenprogramm findet noch an diesem Samstag, von 10 bis 19 Uhr, und Sonntag, von 10 bis 17 Uhr, auf dem Gelände der Gärtnerei Förstner-Sinast in Bietigheim-Bissingen statt.

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