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Workshop der Klarinettenschüler in Besigheim

Das seit Generationen gängige "klassische" Üben eines Instrumentes basiert auf vom Lehrer vorgegebenen Idealen, die vom Schüler durch eine hohe Anzahl von Wiederholungen "eingeschliffen" werden.

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Das seit Generationen gängige "klassische" Üben eines Instrumentes basiert auf vom Lehrer vorgegebenen Idealen, die vom Schüler durch eine hohe Anzahl von Wiederholungen "eingeschliffen" werden. Bei einem Workshop mit Klarinettenlehrerin Elke Bürger in der Musikschule im Steinhaus Besigheim lernten Schüler das Klarinettenspiel dagegen von einer ganz anderen Seite kennen. Sie befassten sich mit dem "differentiellen Lernen", teilt die Musikschule mit. Die Idee dabei: Viele Wiederholungen auf die gleiche Art ermüden das Gehirn und nach wenigen Durchgängen hört es auf, das eben Getane abzuspeichern. Gibt man dem Gehirn absichtlich bei jedem Durchgang eine Variante des eigentlichen Ziels, so wird es dies als "Differenz" vom Vorhergehenden wahrnehmen und "bei der Sache bleiben".

Wie stellt man sich jetzt solche Differenzen vor? Ganz einfach: Wenn der Musiker musizierend durch den Raum geht, das nächste Mal auf dem Rücken liegend spielt, dann wieder die Passage rückwärts spielt und schließlich ein Auge zukneift oder nur auf einem Bein steht. Mit vielen praktischen Übungen und Beispielen probierten die Jungen und Mädchen verschieden Arten zu lernen und zu üben aus. Zum Ende des Workshops stellten die Klarinettenschüler fest: "Üben mit Köpfchen bedeutet: Es macht noch mehr Spaß!"

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