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Untersuchung des Faulturms muss warten

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Die Sanierung des Faulturms auf der Kläranlage in Besigheim muss verschoben werden. Die Ausschreibung der Arbeiten verlief aus Sicht der Stadt unbefriedigend, sie wurde deshalb am Dienstag vom Gemeinderat aufgehoben. Während die Stadt selbst mit Kosten von 95 000 Euro kalkuliert hatte, beliefen sich die drei Gewerke der Ausschreibung (Entleerung, Gerüstbau und Betonuntersuchung) auf fast 125 000 Euro, also rund 30 Prozent über der Kalkulation. Allein für die Entleerung und Schlammentwässerung des Faulturms hatte eine Firma mehr als 91 000 Euro verlangt.

Neuer Versuch in einem Jahr

In einem Jahr will es Tiefbauamtsleiter Stefan Maier mit einer erneuten Ausschreibung versuchen, teilte er im Gemeinderat mit. Im Jahre 2012 hatte die Stadt noch einen Taucher in den Faulturm geschickt, um ihn vom Schlamm zu räumen. Dieser „Schlammtaucher“ entfernte die Ablagerungen mit einem Saugrohr und tastete nebenbei die Wände mit den Händen nach Betonschäden ab. Das Verfahren ist vergleichsweise preiswert, aber nach dem Urteil Maiers ungenau, wenn es um die Beurteilung der Bausubstanz geht.

Vor 23 Jahren ist der Faulturm zuletzt von innen besichtigt worden. Es sei jetzt dringend erforderlich, diesen Schritt zur Ermittlung möglicher Sanierungsmaßnahmen vorzunehmen, so Maier. Trotzdem hält er die Verschiebung um ein Jahr für vertretbar, da der Faulturm immer noch störungsfrei läuft. Eine Ausschreibung noch in diesem Jahr macht aus seiner Sicht keinen Sinn, da kein besseres Ergebnis zu erwarten sei. Die Arbeiten würden dann in die Heizperiode fallen. Das Klärgas aus dem Faulturm, das in einem Blockheizkraftwerk verwendet wird, würde dann wegfallen.

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