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Stelzig-Retrospektive im 100. Geburtsjahr

Jetzt ist es offiziell: Die große Stelzig-Retrospektive wird auf das Jahr 2023 verschoben. Darauf einigte sich der Verwaltungsausschuss am Dienstag.

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Das Jahr 2016 steht ganz im Zeichen zweier Jubiläen: Besigheim feiert das 50-jährige Partnerschaftsjubiläum mit Ay in Frankreich, und der Stadtteil Ottmarsheim gedenkt seiner 1250-jährigen Geschichte. Da bleibt kein Platz für die große Stelzig-Retrospektive, die eigentlich ebenfalls im nächsten Jahr stattfinden sollte.

So sah es jedenfalls die Vereinbarung vor, die die Tochter des Künstlerehepaars Annelies und Fred Stelzig, Sabine Gärttling im April 2010 mit der Stadt getroffen hatte. Gärttling hatte damals der Stadt große Teile des künstlerischen und schriftlichen Nachlasses ihrer Eltern überlassen, an die Schenkung aber Bedingungen geknüpft: die fortwährende und sachgerechte Pflege sowie die wissenschaftliche Aufarbeitung des Nachlasses binnen fünf Jahren und eine Retrospektive anlässlich des zehnten Todestages von Fred Stelzig im Jahr 2016. Unabhängig von der Vereinbarung hatte die Stadt 2013 aus Anlass des 90. Geburtstags der beiden Besigheimer Künstler bereits die Themenausstellung "Fred und Annelies Stelzig - Das Projekt Besigheim" veranstaltet.

Inzwischen hat sich die Stadt mit Gärttling darauf geeinigt, das Kunstereignis auf das Jahr 2023 zu verschieben - dem gemeinsamen 100. Geburtsjahr von Annelies und Fred Stelzig. Dazu gab nun am Dienstag auch der Verwaltungsausschuss seinen Segen.

Seit der Übergabe an die Stadt widmet sich Hans-Viktor Kraemer ehrenamtlich der Untersuchung des Stelzig-Nachlasses. Die fachliche Betreuung garantiert überdies Stadtarchivarin Sandy Krüger im Rahmen ihrer 25-Prozent-Stelle. Am Dienstag gaben beide im Ausschuss ihren Zwischenbericht zum aktuellen Stand der Vorbereitungen für die Stelzig-Retrospektive ab.

"Die Retrospektive soll im nächsten Jahr der Jubiläen nicht untergehen. Deshalb planen wir das Ereignis für 2023, zum 100. Geburtstag von Annelies und Fred Stelzig. Der künstlerische Teil des Nachlasses wurde mittlerweile gesichtet und erschlossen", erläuterte Krüger. Die Bilder, Objekte, Keramiken sind wie die Kunstmappen, Skizzen und Druckplatten fast alle im klimatisierten Depot im Dachgeschoss des Steinhauses gelagert. Jetzt machen sich Kraemer und Krüger an die Aufarbeitung der noch unberührten Schriftquellen aus dem Stelzig-Nachlass, der sich im Archivbenutzerraum im Verwaltungsgebäude befindet. Diese Arbeit soll Ende 2016 abgeschlossen sein.

Neben Briefen, Projektunterlagen und Zeitungsausschnitten umfasst der schriftliche Teil auch eine umfangreiche Foto- und Diasammlung. "Gerade die wird uns noch beschäftigen", sagte Krüger schon voraus. Wenn die Fotos einmal sortiert und dokumentiert sind, müssen sie zum dauerhaften Schutz in spezielle Verpackungen gelegt werden. Dann sollen sie aber auch gleich mit einer Archivierungssoftware erfasst werden.

Sobald der gesamte Nachlass erschlossen ist, will die Stadt eine Konzeption für die Stelzig-Retrospektive erarbeiten lassen. Von den insgesamt 24.000 Euro, die die Stadt 2010 für die Vorbereitung der Stelzig-Retrospektive zur Verfügung gestellt hatte, sind laut Kulturamtsleiterin Anette Walz noch 7000 Euro übrig. Kraemer und Krüger bekommen nun in diesem wie im nächsten Jahr einen Betrag von rund 3500 Euro für ihre Arbeit.

In der Aussprache zeigten sich die Mitglieder des Verwaltungsausschusses erleichtert und zufrieden über die Entscheidung, die Stelzig-Retrospektive zu verschieben - gerade angesichts der beiden Jubiläen im kommenden Jahr. Zweifel wurden indes im Blick auf die finanzielle Seite des Projekts geäußert. "Reichen denn die 7000 Euro überhaupt aus?", wollte Achim Schober (CDU) wissen. Allenfalls für die Bearbeitung des schriftlichen Stelzig-Nachlasses, gab Kraemer daraufhin zu bedenken, der von allen Seiten für seine ehrenamtlich geleistete Arbeit gelobt wurde.

Am Ende hatte auch Stadtkämmerer Klaus Schrempf ein Einsehen. Selbst ihm erschien der Restbetrag letztlich zu wenig. Bei den nächsten Haushaltsberatungen soll diese Frage daher nochmals auf den Tisch kommen.

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