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Schon die ersten Anzeichen beachten

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Dr. Firuz Sadr gab im Bietigheimer Krankenhaus Informationen über Diabetes.  Foto: 

Wie ein Angstgespenst geistert der Begriff Diabetes durch die Gesellschaft: Zwei Millionen Bundesbürger sollen, laut Studie, ohne es zu wissen von der Zuckerkrankheit betroffen sein, von der es drei Varianten gibt. Um Licht ins Dunkel zu bringen, wurde im Jahr 1991 am 14. November der Weltdiabetestag eingeführt. Im Bietigheimer Krankenhaus gab es deshalb an diesem Dienstag am Diabetis-Stand Infos aus erster Hand und Gelegenheit zu einem Diabetes-Check.

Der Weltdiabetestag wurde von der International Diabetes Federation, IDF, ausgerufen, um drängende Fragen  ins Bewusstsein zu rücken: Was sind Anzeichen einer beginnenden Diabetes? Wie kann man einer Diabetes vorbeugen? Gibt es Zahlen, wie viele Menschen  betroffen sind? Welche Einschränkungen haben Personen, die beispielsweise an Altersdiabetes leiden?

Im Bietigheimer Krankenhaus standen gleich drei Fachkräfte zur Beratung zur Verfügung. Die Diabetiker-Selbsthilfegruppe aus Marbach testete mit einem kleinen Pickser in die Fingerkuppe, ob Diabetes vorliegt. „Wir sind als Diabetesklinik von der Deutschen Diabetiker-Gesellschaft zertifiziert“, betonte Diabetesberaterin Evelyn Unverzagt. Sie und ihre Kolleginnen suchten das Gespräch mit neugierigen Menschen am Stand. Evlyn Unverzagt, Ute Albrecht und Karina Hillenbrand haben alle drei eine einjährige Zusatzausbildung gemacht, die sie als Krankenschwestern oder Diät-Assistentinnen dazu befähigt, über das Thema umfassend zu sprechen.

„Zu den ersten Anzeichen gehören verstärktes Wasserlassen, Müdigkeit und Erschöpfung und fehlende Energie. Bei Diabetes Typ eins kann sogar ein Gewichtsverlust ein deutliches Indiz für Diabetes sein“, erklärt Ute Albrecht. Risikofaktoren gibt es einige: „Die Vererbung und die Ernährung spielen bei Diabetes eine große Rolle. Raucher sind stärker gefährdet als Nichtraucher,“ erläuterte Diabetesberaterin Karina Hillenbrand. Ist die Familie von Diabetes betroffen, hat der Einzelne ein Risiko zwischen 50 und 80 Prozent, selbst zu erkranken. Menschen mit Bluthochdruck sind wohl besonders gefährdet.

Deshalb überließen die Beraterinnen nichts dem Zufall. Zuerst füllten interessierte Bürger einen Fragebogen aus, mit dem Vererbung und die Lebensweise überprüft werden, dann ging es ans Eingemachte mit dem entscheidenden Pickser. „Früher sprach man ja von Altersdiabetes, doch die gibt es so heute gar nicht mehr, weil es schon öfter vorkam, dass selbst junge Menschen an Typ zwei erkranken“, klärte Ute Albrecht auf. Bewegungsmangel führt sie als Ursache Nummer eins für Diabetes bei jüngeren Menschen an.

Im Falle einer positiven Diabetesdiagnose muss der Patient nicht verzweifeln, ist die positive Nachricht. „Wir zeigen Patienten gern, wie sie sich selbst spritzen können und welche Art der Ernährung für sie optimal ist. Da darf man ruhig mal einen Apfel essen und sogar ein Stück Schokolade. Entscheidend ist, dass man Kohlenhydrate in Nudeln, Kartoffeln und Reis nur in Maßen zu sich nimmt“, empfahl Karina Hillenbrand. Und natürlich sollten Patienten  Zucker meiden.

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