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Rekordhoch für das 3 B-Land

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Drei der markantesten Dächer der Besigheimer Altstadt (von links): Stadtkirche, Steinhaus und Schochenturm. Der Erholungsort hat auch 2016 sein touristisches Potential genutzt und wiill es weiter ausbauen.  Foto: 

Das Jahr 2016 ist aus Sicht der Tourismusbetriebe in Baden-Württemberg erfolgreich verlaufen. Es ging weiter bergauf, berichtete Eric Reiter vom 3 B-Tourismusteam mit Sitz in Bietigheim-Bissingen am Dienstag im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats von Besigheim. Für die beteiligten Städte Bietigheim-Bissingen, Bönnigheim und Besigheim sprach Reiter gar von einem „Rekordhoch“. Die Zahl der „Ankünfte“, das sind Besucher, die für mindestens eine Nacht bleiben, sei um gut sieben Prozent gestiegen, die Übernachtungen um knapp 0,5 Prozent. Den Landestrend übertrafen die 3 B-Städte damit um rund zwei Prozent. Auch innerhalb des Landkreises haben sie eine starke Position. Denn der gehört mit einem Rückgang um 2,9 Prozent an Übernachtungen zu den Verlierern, stellt Reiter fest.

 So erlebte Bönnigheim einen „starken Aufschwung“ an Übernachtungen und Ankünften, obwohl die Zahl der verfügbaren Betten zurück gegangen sei. Besigheim konnte das Ergebnis aus 2015 bestätigen. Auch hier sank die Kapazität an Gästebetten, in diesem Fall um rund 20 Prozent. In Bietigheim-Bissingen sei die Zahl der Ankünfte stark gestiegen, die Übernachtungszahlen minimal gesunken: Es kommen mehr Menschen, aber sie bleiben kürzer als früher.

 Die Arbeit des 3 B-Tourismusteams  – Broschüren, Messebesuchen, Pressekontakte, eine neu organisierten Beschilderung von Wanderwegen und eine Homepage, die im vergangenen Jahr allerdings mit Datenverlusten zu kämpfen hatte – kostet rund 150 000 Euro im Jahr, die je nach Größe auf die drei Städte verteilt werden. Reiter hat ausgerechnet, dass die rund 126 000 Übernachtungsgäste und 750 000 Tagesgeäste bei ihren Besuchen im vergangenen Jahr rund 42 Millionen Euro ausgegeben haben und damit für rund eine Million Euro an Steuereinnahmen gesorgt haben.

Aus seinen Gesprächen mit den Beherbergungsbetrieben zieht Reiter ebenfalls ein durchweg positives Fazit. In Besigheim sind es häufig die Radfahrer, die nach Zimmern fragen. Längst kommen sie auch aus Norddeutschland, dem Rheinland, Bayern aus den Benelux-Ländern und der Schweiz. Das Café Anker will seine Kapazitäten deutlich erweitern. Im Café Hirsch sei die aktuelle Saison bereits sehr gut angelaufen.

Die Anbieter von Ferienwohnungen in Bönnigheim äußerten sich ebenfalls zufrieden, in diesem Jahr sei die Nachfrage bereits sehr hoch, sogar von Engpässen ist die Rede. Die Gäste kommen aus allen Teilen Deutschlands.  Das Hotel Adler am Schloss hatte 2016 seine Hotelkapazität reduziert, um Platz für Personal zu haben. In diesem Jahr stehen die Gästezimmer wieder komplett für Gäste zur Verfügung, berichtete Reiter.
 In Bietigheim-Bissingen spüren Hotels bereits jetzt die Nachfrage nach Zimmern für die Handball-WM im Dezember. Auch hier sorgen Radtouristen an Wochenenden für eine gute Auslastung. Geschäftsreisende kommen privat mit Partner und Familie nach Bietigheim zurück, um die Stadt genauer anzusehen. Hotel- und Restaurant-Betriebe wie das Hotel Rose und das Hotel „Friedrich von Schiller“ setzen auf Genussreisende. Wie bekannt und beliebt die 3 B-Tourismusorganisation ist, zeigt sich auch am regen Besucher der Stadtinformation, wo im vergangenen Jahr 21 000 Gäste Informationen einholten oder nach Prospekten fragten.

Einen Rückgang verzeichnete allerdings die Resonanz auf die Stadtführungen mit der Ausnahme von Bönnigheim, wo einzelne Führungen extrem stark besucht waren. Insgesamt aber sei nach jahrelangem Zuwachs eine Sättigung zu beobachten.  Manche Stadtführungen seien schon lange im Programm. Es müssen weiterhin attraktive und neue Stadtführungen hinzukommen, um nicht abzurutschen.

Seit Oktober 2013 hat die Stadt Besigheim mit Nina Backes eine eigene touristische Fachkraft – ein Zeichen dafür, wie ernst der einzige „Erholungsort“ im Landkreis Ludwigsburg das Thema Tourismus nimmt. Mit zwei Workshops für neue Gästeführer hat Backes, die derzeit in Elternzeit ist, dafür gesorgt, dass neue Gesichter und neue Themenführungen im Programm der Stadtführungen auftauchen, machte Kulturamtsleiterin Anette Walz in ihrem Bericht am Dienstag im Besigheimer Verwaltungsausschuss deutlich.

Seit August sind jetzt 20 Gästeführer in der Stadt im Einsatz, mit einem teilweise sehr speziellen Angebot. So wurde eine Tour mit dem Segway entlang der Erneuerbaren Energien Route vorgestellt. Ewald Ager schlüpft bei Führungen in die Rolle des berüchtigten Besigheimer Stadtvogtes Victor Stephan Essich und nimmt bei einer anderen Führung Radfahrer mit auf eine Tour. Kathrin Sudmann bietet unter dem Begriff „Sightwalking“ eine sportliche Runde durch die Stadt an. Das Thema „Daran ist der Wein schuld“ hat sich Ilona Müller für ihre Führung gestellt.

 Seit dem vergangenen Jahr gibt es auch einen Imagefilm über Besigheim, der auf der Homepage der Stadt läuft und bei Messen gezeigt wird. Allerdings auf viel zu kleinen Bildschirmen, wie verschiedene Stadträte in der Sitzung klagten. In diesem Jahr werden dem Film  weitere Kapitel hinzugefügt, und zwar über das Winzerfest und die frisch renovierte Hippoltykirche in Ottmarsheim. Mit der Aussichtskanzel auf dem Niedernberg hat die Stadt einen weiteren Anziehungspunkt für Touristen und Wanderer  geschaffen. Eine Arbeitsgruppe ist damit befasst, ihn um einen Weinerlebnispfad die Himmelsleiter hinauf zu ergänzen. sol

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