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Pünktlich zu 89,7 Prozent

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Ein Zug passiert das Denkmal für die alte Bahnbrücke im Enztal bei Besigheim. Auf der Strecke zwischen Stuttgart und Heilbronn sollen die Züge wieder etwas pünklicher fahren, zeigen Statistiken der Bahn.   Foto: 

Heftig waren und sind die Klagen von Pendlern aus Besigheim über die Pünktlichkeit und den Service auf der Bahnstrecke von und nach Stuttgart und Heilbronn, insbesondere der Frankenbahn. Doch es hat Verbesserungen gegeben. Das legen Statistiken und Stellungnahmen der DB Regio auf Anfrage der BZ nahe. Danach ist die Quote der pünktlich verkehrenden Züge auf den beiden Bahnstrecken zwischen Stuttgart, Besigheim, Heilbronn und Würzburg, respektive Lauda zwischen Mitte Juli und Anfang September insgesamt gestiegen.

Auf der Strecke Stuttgart-Würzburg, der Frankenbahn, kamen nach diesen Angaben Mitte Juli lediglich 79,4 Prozent der Züge pünklich. Diese Quote wurde in den folgenden Wochen teilweise sogar noch unterboten. Etwa ab Anfang August geht es aber aufwärts auf aktuell 89,7 Prozent. Deutlicher ist der Trend zur Verbesserung auf der Strecke nach Lauda. Dort waren Mitte Juli 87,6 Prozent der Züge pünktlich, ein Wert der über einige Wochen stabil blieb und aktuell bei 94,2 Prozent liegt, so die Angaben der Bahn.

Defekte Fahrzeuge sind einer der Gründe für Verspätungen, räumt die DB Regio ein. Die Verfügbarkeit des Zugmaterials habe sich aber verbessert, stellt die Bahn fest. Immer wieder hatten sich Pendler über veraltete Wagen und nicht klimatisierte Züge beschwert. Der Komfort beim Reisen mit der Frankenbahn, auf der häufig altes Wagenmaterial eingesetzt wird, soll steigen, wenn ab Montag, 11. September, also dem ersten Arbeitstag nach Ferienende, eine Wagengarnitur von Doppelstockwagen älterer Bauart durch neuer Doppelstockwagen ersetzt werden soll.

Fehlendes Personal sei ein weiterer Grund, warum Züge zu spät kommen, so die Bahn. Mittlerweile seien auf der Strecke auch Bahnmitarbeiter aus Bayern und Lokführer aus anderen Regionen Deutschlands eingesetzt, die aber eingearbeitet werden müssen.

Ab Mitte 2019 wird die Frankenbahn nicht mehr von der Deutschen Bahn bedient, sondern von zwei privaten Zugunternehmen. Hierin sehen Kritiker einen Grund für den mangelnden Service auf der Strecke (die BZ berichtete). Nach wie vor gebe es unter den Mitarbeitern der Bahn deshalb auch eine gewisse Fluktuation. Den Mitarbeitern seien interne Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten worden, teilt ein Sprecher der DB Regio mit. Mittlerweile sind auf der Strecke der Frankenbahn täglich drei Loks vom Typ BR 147 im Einsatz.

Als sich im vergangenen Jahr die Klagen über Zugausfälle häuften, hatte die Bahn den Besitzern einer Jahreskarte eine Entschädigung in Höhe eines Monatsbeitrags angeboten. Wie viele Bahnkunden diesen Betrag auf der Frankenbahnstrecke erhalten haben, konnte der Bahnsprecher nicht angeben. Die Auswertung des Programms laufe noch. Insgesamt sei für die Frankenbahn ein höherer sechsstelliger Betrag ausgeschüttet worden.

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