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Protestfahrt gegen Castoren auf Neckar

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Eine „absurde Verbiegung rechtlicher Vorgaben“ und das Kleinreden von Risiken, das wirft das Aktionsbündnis Castor-Widerstand den Behörden vor, die den Castor-Transport von Obrigheim nach Neckarwestheim über den Neckar genehmigt haben (die BZ berichtete). Die Gegner lehnen den Transport ab, „weil damit das Atommüll-Problem nur auf gefährliche Weise von Obrigheim nach Neckarwestheim verschoben, aber nicht gelöst wird“. Das geht aus einer Mitteilung zu der am Dienstag bekannt gewordenen Entscheidung hervor. Nach übereinstimmenden Medienberichten erwägt die Gemeinde Neckarwestheim eine Klage gegen den Transport.

„Nur weil die EnBW sich das Geld für eine robuste Lagerhalle in Obrigheim gespart hat, setzt sie die Menschen am Neckar großen Gefahren aus“, so das Aktionsbündnis.  Die Behörden und Kraftwerksbetreiber EnBW halten die Risiken für beherrschbar, wie in der BZ berichtet. Für den Transport werden Schiffe eingesetzt, die im Vorfeld bereits ebenso getestet wurden wie der Umgang mit den Castoren im GKN-Zwischenlager.

Das Widerstands-Bündnis wehrt sich dagegen, dass die hochradioaktiven Stoffe per Schiff mitten durch den Großraum Heilbronn transportiert werden, „inklusive Anschlagsgefahr und der Möglichkeit von Schiffsunfällen“.  Umweltminister Franz Untersteller erzählt das Märchen, er werde genau überwachen, dass die Transporte „die höchsten Sicherheitsstandards einhalten“ werden. „Wir kennen die Sicherheitsstandard“,  so das Aktionsbündnis, „nämlich immer nur das gerade gesetzlich vorgeschriebene Maß.“

Info Das Bündnis bereitet Proteste an der Transportstrecke vor. Sie finden an diesem Sonntag, 21. Mai, statt. Mit Booten und Kanus und auf dem Fahrrad demonstrieren sie am Atomkraftwerk Neckarwestheim vorbei bis zur Schleuse in Lauffen. Treffpunkt ist um zwölf Uhr auf dem Festplatz in Kirchheim. Der Start neckarabwärts erfolgt um 13 Uhr.

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