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Radweg an der Enz plötzlich wieder Buckelpiste

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Ein Weg, zwei Kommunen, zwei Beläge. Mittendrin hört der neue Belag auf dem Radweg an der Enz einfach auf. Auf Walheimer Seite bleibt es holprig.  Foto: 

Das macht doch wenig Sinn, den Radweg auszubessern und 250 Meter vor dem Ziel einfach damit aufzuhören. Mit diesen Argumenten hatte Stefan Maier, der Leiter des Tiefbauamtes in Besigheim, Anfang des Jahres für eine Kooperation mit dem Nachbarort Walheim geworben. Konkret ging es um den Radweg vom Besigheimer Radsportheim an der Enz unterhalb von BASF und Niedernberg bis zur Enzbrücke der B 27. Da der Weg holprig und mit Schlaglöchern übersät war, schien Maier und mit ihm dem Gemeinderat eine Sanierung sinnvoll. Holprig und an vielen Stellen geflickt war er allerdings auch auf Walheimer Markung. Maier wollte die Sanierung für beide Gemeinden organisieren und dann den Walheimer Anteil mit der Nachbarkommune abrechnen.

 Während der Radfahrsaison im Sommer geschah allerdings nichts. Mittlerweile ist die Fahrbahn jedoch neu und spiegelglatt – ziemlich genau bis zum Abstieg der Himmelsleiter, wo die Walheimer Markung beginnt. Entgegen den Absichten Maiers geht es dort auf der Rüttelpiste weiter, was im Besigheimer Gemeinderat angesichts des langen Vorlaufs doch für Erstaunen sorgte.

 Hat also doch wieder jede Kommune ihr eigenes Süppchen gekocht? Keineswegs, folgt man dem Walheimer Bürgermeister Albrecht Dautel, der einige Argumente für das Verhalten von Gemeinderat und Verwaltung ins Feld führen kann. Geld spielt eine Rolle, wenn es auch nicht um viel geht. Für die Sanierung des Weges hatte Walheim 15 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Maiers Kostenschätzung soll um mehrere tausend Euro darüber gelegen haben. In Besigheim hatte man sich dafür entschieden, eine höherwertige als die zunächst vorgesehene Konstruktion auszuführen, erklärte dazu der Besigheimer Stadtbaumeister Andreas Janssen. Besigheim selbst habe 25.000 Euro plus Mehrwertsteuer gezahlt.

Auf Walheimer Seite sei der Weg auch noch deutlich besser befahrbar als vorher auf Besigheimer Gemarkung, so ein weiterer Grund für die Ablehnung in Walheim. „Er hält noch ein paar Jahre“, sagte Dautel. Eine wichtige Rolle für das Nein aus Walheim zu einer gemeinsamen Sanierung war der Bau der neuen Enzbrücke, die wie berichtet derzeit geplant und ab 2018 gebaut werden soll. Denn die Brücke wird verschwenkt, und damit muss auch der Radweg neu geführt werden.

Wie berichtet, strebt Walheim eine Unterführung unter die Enzbrücke an, damit vor allem die Schüler sicher nach Besigheim gelangen können. In diesem Punkt sind sich die beiden Gemeinden einig. Weil der Weg dann möglicherweise aufgerissen wird, bedeutet das fürDautel und den Walheimer Gemeinderat: „Eine Sanierung des Wegs macht jetzt keinen Sinn.“  Außerdem spekuliert der Walheimer Bürgermeister darauf, dass die Straßenbauverwaltung einen Teil des Weges aus ihrer Tasche bezahlt, da er Teil des Brückenbaus sei.

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www.besigheim.de/

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