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Photovoltaik ja, Stromspeicher nein

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Der Kindergarten Taubenstraße in Freudental bekommt eine neue Photovoltaik-Anlage, mit der Strom ins Netz eingespeist werden kann. 89 000 Euro netto soll die neue Anlage kosten, die aufs Dach des erweiterten Kindergartens kommt (die BZ berichtete). Für einige Räte stellte sich die Frage, ob ein Stromspeicher gleich mit installiert werden sollte. Doch ein solcher Speicher, der das Gebäude rund um die Uhr versorgen könnte, ist zurzeit   unwirtschaftlich. Das ist das Ergebnis der Beratung im Gemeinderat von Freudental.

Planer Roland Neuhäuser aus Bietigheim-Bissingen stellte auf der Sitzung des Gemeinderates ein neues Förderprogramm der KfW in Aussicht, das aber noch nicht veröffentlicht ist. Klar ist für ihn, dass der Stromverbrauch im isolierten Neubau des Kindergartens und im Bestandsbau stark sinken werden.

Die LED- Beleuchtung spare ebenso Strom wie die neuen Fenster. Es sei aber schwer Annahmen zu treffen, bevor der Betrieb nicht läuft. „Die momentanen Verbrauchswerte können keine Grundlage sein, sie haben mit dem neuen Kindergarten nichts mehr zu tun“, sagte Neuhäuser. Im Gegensatz zu anderen Betrieben sei die Kita nachts geschlossen und benötige keinen Strom. „Ein Speicher ergibt so keinen Sinn“, betonte der Ingenieur. Es gebe zu wenige Daten und zu viele Fragezeichen.

Er verwies darauf, dass die Preise für Stromspeicher in Zukunft sinken werden. Sinnvoller sei es in ein bis zwei Jahren nachzurüsten, was problemlos möglich sei. Der Technikraum  der Kita sei auf kurzen Wegen mit dem Kabel zu erreichen, und dort hätte es auch Platz für einen solchen Speicher. Rentabler wäre ein solcher Speicher an der Kläranlage, die Tag und Nacht läuft. Am Kindergarten zu speichern und die Kläranlage zu versorgen, scheitert aber an dem Umstand, dass der NetzeBW das Leitungsnetz gehört. Die Gemeinde müsste also den Strom zunächst verkaufen und dann später wieder zurückkaufen.

Einwendungen kamen durch Anwohner, die eine Blendung durch die Anlage befürchteten. Die Gefahr der Blendung für Anwohner durch die Photovoltaik-Anlage sei zwar da, aber relativ gering, so Neuhäuser. Im Frühsommer sei sie für kurze Zeit möglich, wenn die Sonne im Südosten stehe. Dies könne man durch Abkleben der Module jedoch auch minimieren.

Die Verwaltung wurde vom Gremium beauftragt, die Errichtung der PV-Anlage auf dem Dach des Kindergartens Taubenstraße beschränkt auszuschreiben sowie die Wirtschaftlichkeitsberechnung zum Stromspeicher nach einem bis zwei Jahren Vollbetrieb erneut zur Beratung vorzulegen.

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