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Pfusch am Bau 30 Jahre unentdeckt

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Gut, dass in all den Jahren nichts passiert ist. Oder auch nicht, sonst hätte man vielleicht schon früher gemerkt, dass gepfuscht wurde, als 1984 beim Bau der Käsberghalle Brandschutzklappen angebracht wurden. Erst nach 30 Jahren wurde anlässlich einer vom Landratsamt 2014 angeordneten Brandverhütungsschau festgestellt, dass es ein Problem mit den zehn Brandschutzklappen gibt. Keine einzige sei richtig eingebaut, stellte eine Fachfirma fest. Ingenieur Heinz Walter berichtete am Donnerstag im Gemeinderat über nicht feuerfeste Materialien, die verwendet wurde; teilweise sei zum Einbau sogar Styropor benutzt worden, vielleicht sogar asbesthaltiges Material.

Ungläubiges Erstaunen

Dass es 30 Jahre gedauert hat, bis jemand die Mängel bemerkte, stieß im Gemeinderat auf ungläubiges Erstaunen.  Umgehend werden die Arbeiten zur Sanierung ausgeschrieben, damit sie noch während der Sommerferien erledigt werden können. Die Entfernung und der Einbau neuer Brandschutzklappen sind aufwändig. In den betroffenen Bereichen der Halle, beispielsweise in den Toiletten, müssen Decken und Wände aufgestemmt werden. Das ließ Jochen Feyerabend, Architekt aus Besigheim, hellhörig werden. Er saß im Publikum, weil er dem Gremium die Ausschreibungsergebnisse zur Erneuerung der Duschen in der Käsberghalle vorstellen sollte. Auch diese Arbeiten sind für die Sommerferien geplant.

60 000 Euro Kosten

Die Kosten für die Sanierung der Brandschutzklappen belaufen sich auf rund 60 000 Euro. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag des Ingenieurs zu, die Lüftungsanlage für das Foyer aufzugeben. Man hat nämlich festgestellt, dass sich die Technik zur Belüftung des Foyers und die Lüftungsanlage für die Küche im gleichen Raum befinden, was, so Heinz Walter, für eine Veranstaltungshalle nicht zugelassen ist. Indes ließe sich dieser Zustand nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand ändern, weshalb die Stilllegung der Foyerbelüftung sinnvoll sei.

Ob man dadurch künftig in der Nutzung eingeschränkt werde, wollte Gemeinderat Andreas Link wissen. „Nur wenn sich mehr als 199 Leute im Foyer befinden“, erwiderte Heinz Walter, denn ab 200 Menschen gelte ein Raum als Veranstaltungsort – mit den dann gültigen strengeren Anforderungen, zum Beispiel nach einer Belüftungsanlage. In Zukunft soll jetzt jährlich nach den Mundelsheimer Brandschutzklappen geschaut werden. Kosten: 35 bis 40 Euro pro Klappe.

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