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Ottmarsheim feiert seine Kirbe

Gestern feierte man in Ottmarsheim die Kirchweih, schwäbisch Kirbe. Mit dem seit vier Jahren abgehaltenen Kirbemarkt rückt die Ottmarsheimer Kirbe wieder mehr ins Blickfeld.

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  • Wenn die Blumen welken und die Bäume bunt sind, ist Kirbezeit. In Ottmarsheim ließen sich die Veranstalter viel einfallen... 1/2
    Wenn die Blumen welken und die Bäume bunt sind, ist Kirbezeit. In Ottmarsheim ließen sich die Veranstalter viel einfallen... Foto: 
  • ... auch ein kleines Karussell fehlte nicht bei der Ottmarsheimer Kirbe. 2/2
    ... auch ein kleines Karussell fehlte nicht bei der Ottmarsheimer Kirbe. Foto: 
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"Wir feiern das hölzerne Jubiläum", so Marion Müllner vom Marketing Concept Besigheim (MCB). Weniger in ihrer Funktion als Geschäftsführerin des MCB, vielmehr als engagierte Ottmarsheimerin hat sie 2014 die Organisation des von Dieter Schedy, dem Stadtleitbildbeauftragten der Stadt Besigheim, ins Leben gerufenen Kirbemarkts übernommen.

Beim nunmehr fünften Kirbemarkt säumten zahlreiche Stände und Buden die Besigheimer Straße und die Ilsfelder Straße. Ganz so viele Händler und Hobbykünstler wie im vergangenen Jahr waren zwar nicht vor Ort, aber mit rund 30 Ausstellern war der Kirbemarkt dennoch gut bestückt. Einige hatten in letzter Minute abgesagt, weil ihnen das Wetter zu unsicher war, berichtete Marion Müllner.

Dafür waren andere Aussteller eigens aus Stuttgart angereist, so wie Ute Braun, die Dekor- und Filzarbeiten anbot und zum ersten Mal beim Ottmarsheimer Kirbemarkt dabei war. Dauergast hingegen ist Birgit Mattes aus Höpfigheim, die regelmäßig beim Kirbemarkt mit ihrer Auswahl an Kräutern vertreten ist.

Trost für all jene, die bisher vergeblich auf ihren Traumprinzen mit dem weißen Pferd warten oder ihn schlicht verfehlt haben, gab es am Stand der "Stoffbiene". Mit einem trotzigen "Scheiß auf den Prinzen, ich nehm den Gaul" hat die Bönnigheimerin ihre Stofftäschchen bestickt, die sie gestern verkaufte.

Kulinarisch wurde es beim Arbeitskreis Aktives Ottmarsheim, der "handgemengte" - nicht handgemachte - Maultaschen nach dem Originalrezept der Köchin von Prinzessin Wera, der Nichte der württembergischen Kronprinzessin Olga von Württemberg, anbot. Auch das Backhäusle hatten die aktiven Ottmarsheimer angeheizt. Im Nu waren Zwiebel-, Salz- und Kartoffelkuchen verkauft.

Stadtführerin Katrin Held hatte neben dem Backhaus wieder ihr "Marme-Lädle" mit hausgemachtem Gsälz aufgebaut - alles zu Gunsten der Renovierung der Hippolyt-Kirche, bei der, nachdem die Renovierungsarbeiten begonnen haben, weiterer Sanierungsbedarf unterm Dach zu Tage getreten ist. Ebenfalls für die Kirchenrenovierung durften Groß und Klein "einen Nagel reinhauen" und so das Nagelbild vervollständigen, das eines Tages die Hippolytkirche darstellen soll.

Ins Ottmarsheim vergangener Tage führte der bei der Kirbe vorgestellte Wandkalender, den der Arbeitskreis jüngst herausgebracht hat. Der Titel des Kalenders: "Ottmarsheim, damals und heute".

Am Nachmittag fand dann noch eine historische Führung durch Ottmarsheim statt. Im Mittelpunkt standen "Ein Dorf und seine Kirche".

Aber auch das alte Rathaus wurde besichtigt, und manch alteingesessener Ottmarsheimer oder Neubürger wird dabei zum ersten Mal die heute ungenutzten Arrestzellen gesehen haben- eine große für die großen Strolche und eine kleine für die kleinen Strolche.

Ein Blick zurück in die bäuerliche Welt ließ sich bei Birgit und Martin Esslinger aus Leonberg-Eltingen werfen. Sie waren wieder mit ihrer mobilen Saftpresse nach Ottmarsheim gekommen. Besonders die Kinder hatten Spaß daran, am großen Rad der Raspel zu drehen und zu erleben, wie man aus Äpfeln Saft macht. Dass bei den Esslingers dieser Saft sortenrein ist, hat sich bei der Kundschaft inzwischen herumgesprochen. Ganz apart ist das Marmeladenangebot der Esslingers mit Apfel-Kornellkirsche, Rhabarber-Vanille oder Klarapfel-Zimt.

Martin Mast aus Wörnersberg bei Freudenstadt bot Kartoffellocken und Straubeze an, eine heute kaum mehr bekannte Eier-Milch-Mehl-Speise aus dem Nordschwarzwald - früher ein Arme-Leute-Essen auf dem Bauernhof.

Für die Kinder drehte sich neben dem Dorfbrunnen beim alten Rathaus ein schneeweißes Kettenkarussell. Die Kleinen hatten schon am Samstagabend ihre große Stunde, als sich der von der Stadtkapelle Besigheim begleitete Laternenumzug durch den Ort bewegte.

Samstags war auch der Kirbetanz angesagt, der heute als Kirbe-Rock daher kommt. Die Cover-Band "Cowboy Schneck" heizte den rund 200 Gästen in der Bürgerhalle standesgemäß ein.

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