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Nur wenig wird verbessert

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Die Löchgauer Straße zwischen Freudentaler und Schäuberstraße könnte für Radfahrer verbessert werden, indem die Markierung bergab entfernt und dafür bergauf angebracht wird.  Foto: 

Einen Sieben-Punkte-Plan zum Radwegekonzept des Landkreises erarbeitete die Initiative seit ihrer Gründung Anfang 2016 und stellte das Ergebnis am Mitwoch vor.

Es wurden auch schon Maßnahmen umgesetzt, die außerhalb dieses Plans liegen. Markierungen an der Löchgauer Straße wurden ebenso angebracht wie der Spiegel an der Unterführung zur Kläranlage. „Es bewegt sich doch was“, fasste Thomas Pulli, Begründer der Fahrradinitiative die bisherige Arbeit beim Treffen im Radsportheim zusammen. „Man sieht, dass wir ernst genommen werden und was erreichen können“, so der Besigheimer. Zusätzlich wurde ein Positionspapier zur umstrittenen Radwegunterführung in Richtung Walheim (die BZ berichtete) verfasst. 

Im Frühjahr hatte die Initiative mit dem Landratsamt über mögliche Maßnahmen gesprochen, die Erleichterungen für Radfahrer bewirken könnten. Am Mittwoch anwesend war Michael Ptock, Radverkehrsbeauftragter im Landratsamt, der die eher ernüchternden Ergebnisse vorstellte. Von den ganzen Vorschlägen sei nur einer umsetzbar. Das Teilstück der Löchgauer Straße zwischen Freudentaler und Schäuberstraße könnte Verbesserungen erfahren, indem die Markierung bergab entfernt und dafür bergauf angebracht wird. Dies sorge für mehr Sicherheit ortsauswärts, während die Radfahrer bergab im fließenden Verkehr mitfahren könnten.

„Offen gesagt, selbst das Fahren auf Radwegen ist lebensgefährlich“, kritisierte ein Mitglied der Initiative. Man werde als Radfahrer in die Illegalität gezwungen, wenn man an der Schäubereinfahrt auf die andere Straßenseite gelenkt werrde, aber dann den Gehweg nach Löchgau nicht befahren dürfe, so ein weiterer Einwand. Der Gehweg müsse für Radfahrer freigegeben werden und sei breit genug, konkretisierte Thomas Pulli den Wunsch der Initiative.

Wie man von Besigheim nach Ingersheim komme, wollte ein weiteres Mitglied der Initiative wissen. Die Strecke bergauf war ebenfalls im Plan, hatte jedoch keine Chance. Das Land versuche das Rad für Pendler attraktiv zu machen, man könne aber „nur kleine Schritte“ gehen, so Ptock. Im Gespräch mit den Kollegen von der Straßenplanung würden Vorschläge für Radfahrer oft schon im Keim erstickt. Selbst die Umwandlung von Parkplätzen zu einem Radweg habe so oft von vornherein keine Chance, sagte Ptock.

Die schönen Bilder von den geplanten Radschnellwegen, wie sie etwa von Bietigheim oder Vaihingen nach Stuttgart angedacht sind, dürften so wohl noch länger auf eine Umsetzung warten. Schutzstreifen außerorts – wie es sie etwa bei Heidelberg gibt – seien nicht gewünscht, man setze im Kreis auf separate Radwege an der Straße.

Im Wirrwarr unterschiedlicher Zuständigkeiten zwischen Bund, Land und Kreis sei auch die Strecke nach Gemmrigheim. Längst im Haushalt und geplant, befand sie sich in der Präsentation des Radverkehrsbeauftragten noch in den möglichen Planungsphase. Vielleicht einmal mit einer Demonstration auf Tempo 30 über die Neckarbrücke hinzuwirken, schlug ein weiteres Mitglied der Fahrradinitiative vor.

Eine positive Nachricht gab es beim Treffen vom Stadtbauamt: Auf der Brücke über die Bahn in der Löchgauer Straße werde im Rahmen der Fahrbahnsanierung der Radstreifen verbreitert. Doch Tatsache bleibt: Von den 425 aktuell untersuchten Streckenkilometern im Rahmen des Radwegekonzepts, sind nur 400 Meter in Besigheim.

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