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Neuer Laden für die Nahversorgung

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Lahdo Uyanik hat in der Freudentaler Hauptstraße sein Lebensmittelgeschäft eröffnet. Er möchte eine Lücke in der Nahversorgung schließen.  Foto: 

Der nächste Supermarkt ist einige Kilometer weg, und vor allem für Menschen ohne Auto ist das Einkaufen in Freudental nicht einfach. Das hat sich auch Lahdo Uyaniks gedacht, der jetzt in der Hauptstraße einen kleinen Markt eröffnet hat. Benannt hat ihn der Aramäer nach seinem Heimatdorf Medin in der Türkei.  Noch weist kein Schild auf seinen Markt hin, der seit Montag geöffnet ist. Und gerne würde er auch das Obst und Gemüse rausstellen, um so auf sich aufmerksam zu machen, doch das muss erst noch mit der Verwaltung abgesprochen werden, wie er erklärt.

Geboten wird im Tante-Emma-Laden aber noch mehr. Es gibt Wurst, Käse, Nudeln, Reis, Müsli, Gewürze, Fertigsuppen, Tee, Kaffee, Milch und Joghurt. Für die kommende Grillsaison ist Uyanik bereits mit Grillkohle, Bier und Würstchen gerüstet. „Ich habe den Laden im Internet gesehen und erfahren, dass es hier kein Lebensmittelgeschäft gibt“, sagt der 31-jährige Familienvater. Eigentlich wollte er wieder selbstständig als Gastronom arbeiten, aber nach dem Gespräch mit dem Vermieter war für ihn schnell klar, dass er den Laden übernimmt.

Vier Wochen hat der Bietigheimer den Laden umgebaut, neue Regale besorgt und das Angebot ermittelt. „Ich frage auch immer bei den Kunden, was sie noch brauchen“, sagt Uyanik, der sein Angebot noch vergrößern will. Dass Freudental mit Parkplätzen ein Problem hat, ist bekannt. Die beiden Parkplätze vor seinem Laden seien von Anwohnern den ganzen Tag belegt, was er gerne ändern würde. Über eine Haltemöglichkeit vor seinem Laden ist er mit Bürgermeister Alexander Fleig auch schon im Gespräch.

„Fast jeder schaut herein“, freut sich der Ladenbetreiber über das Interesse, das die Freudentaler am neuen Geschäft haben. Man brauche sowas hier, das hört er öfter, seit er seinen Medin-Markt aufgemacht hat. Die Reinigung, die vorher in den Räumen war, ist raus, lief aber sehr gut. Und so kann sich Uyanik vorstellen, auch das in Zukunft anzubieten. Anschaffen möchte er für die Schüler auch Schreibwaren, die sonst in Freudental nicht zu bekommen sind. Und auch Zeitungen könnten sich bald in einem Regal finden.

„Sauberkeit, Freundlichkeit und gute Preise“ seien wichtig, um einen neuen Laden zu etablieren. Aber natürlich auch die Frische der Ware. Er bekommt sie aus dem Großhandel in Stuttgart, vom Getränkehandel und Dinge wie Pflegeartikel auch aus dem Supermarkt. Die Fladenbrote und Sesamringe, die der Markt ebenfalls im Angebot hat, werden geliefert, kleine Elektronikartikel besorgt er im Internet.

Fleig freut sich über den Laden an der Hauptstraße direkt beim Rathaus. „Für mich rundet er das bisherige Angebot im Ort ab, und ich hoffe, dass es die Leute auch annehmen“, so der Rathauschef.

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