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Kirchenwahl: 65.960 wählen ihre Vertreter in die Synode

Die Landessynode wird am Sonntag, 1. Dezember, gewählt. Der Bereich der Evangelischen Landeskirche Württemberg wurde dazu in 24 Wahlkreise eingeteilt. Einer davon setzt sich aus den Kirchenbezirken Besigheim und Brackenheim zusammen.

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30 Theologen und 60 Laienmitglieder beschließen in der Landessynode, dem Organ für die kirchliche Gesetzgebung, auch den landeskirchlichen Haushalt und die Kirchensteuer.  Foto: 

19 Kirchengemeinden im Kirchenbezirk Besigheim und 24 im Kirchenbezirk Brackenheim bilden den Wahlkreis 8 für die Wahl der Landessynode. Insgesamt sind 65.960 Wahlberechtigte, davon im Bezirk Besigheim rund 41.300 und Bezirk Brackenheim etwa 24.590, aufgerufen, ihre Vertreter in der gesetzgebenden Synode zu bestimmen. Je nach der Zahl der Wahlberechtigten werden fünf Laienmitglieder und zwei Theologen in das Kirchenparlament entsendet. Im Wahlkreis sind dies zwei Laienmitglieder und ein Mitglied, das ordinierter Geistlicher sein muss. Als Kandidaten stellen sich am 1. Dezember die beiden Pfarrer Andreas Wündisch aus Bönnigheim-Hofen ("Evangelium und Kirche") und Gottfried Holland aus Schwieberdingen ("Lebendige Gemeinde") sowie die Laienkandidaten Matthias Böhler, Orgelbaumeister aus Besigheim ("Kirche für morgen"), Beate Ostrawsky, Bankkauffrau aus Hessigheim ("Lebendige Gemeinde") sowie Christiane Mörk, Kirchenmusikerin aus Brackenheim-Meimsheim ("Offene Kirche") dem Wählervotum. Bisher waren Matthias Böhler, Helmut Mergenthaler und Pfarrer Andreas Schäffer die Synodalen des Wahlkreises Besigheim-Brackenheim.

Die kleinste Kirchengemeinde in den Kirchenbezirken Besigheim und Brackenheim ist Hohenstein mit 150 Wahlberechtigten, die größte ist Bissingen mit 3.255 Wahlberechtigten. Bei der Synodalwahl vor sechs Jahren waren es rund 65.600 Wahlberechtigte, von denen durchschnittlich 27,4 Prozent im Wahlkreis 8 ihre Stimme abgaben. Im Bezirk Brackenheim war die Wahlbeteiligung um rund fünf Prozent höher als im Bezirk Besigheim.

Dass die Landessynode in einer Urwahl von allen Evangelischen Kirchengliedern bestimmt wird, kann man als eine württembergische Besonderheit bezeichnen. Hinzu kommt, dass nach einem Beschluss der noch amtierenden Synode das Wahlalter auf 14 Jahre gesenkt wurden. Hindergrund dafür ist, dass Jugendliche nach ihrer Konfirmation vollwertige Mitglieder einer Kirchengemeinde sind und deshalb auch die Vertreter in der Landessynode mitbestimmen sollten.

Die Kirchenparlamente haben in der württembergischen Landeskirche eine lange Tradition: 1854 wurden die Bezirkssynoden eingeführt, 1869 trat erstmals eine Landessynode zusammen. Sie wurde damals noch nicht direkt von den Mitgliedern der Landeskirche, sondern von den Bezirkssynoden gewählt. Ihre Aufgabe war zunächst die Beratung von Themen, die das Konsistorium - der damalige Oberkirchenrat - einbrachte. Ohne ihre Mitwirkung konnte kein kirchliches Gesetz erlassen werden. Erst ab 1888 konnte sie selbst Gesetze einbringen. Bis zum Ende der Monarchie 1918 mussten ihre Beschlüsse vom König bestätigt werden.

Die Wahl der Landessynode wird von einem Vertrauensausschuss im Wahlkreis organisiert, dem jeweils drei Mitglieder aus den beiden Bezirken angehören und die von den Bezirkssynoden gewählt wurden. Im Wahlkreis 8 ist Heide Kachel aus Güglingen die Vorsitzende des Vertrauensausschusses, ihr Stellvertreter ist Günter Köhn. Er kommt aus Besigheim.

Kandidaten stellen sich gemeinsam vor

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Kirchenwahl

Knapp 70.000 Wahlberechtigte der Kirchenbezirke Besigheim und Brackenheim schicken bei der Kirchenwahl am 1. Dezember 2013 zwei Laienmitglieder und einen Pfarrer in die Landessynode. In den nächsten Wochen wird die Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung die Evangelische Kirchenwahl intensiv begleiten.

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Wappen
Ludwigsburg

Besigheim

Einwohner: 12018 (31. Dez. 2015)
PLZ: 74354
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 202 m ü. NHN
Bürgermeister Steffen Bühler

www.besigheim.de/

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