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Kameras laufen nur nachts

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Im Besigheimer Freibad sind seit kurzem Kameras installiert. Die Kameras laufen nur nachts, wenn kein Betrieb ist.   Foto: 

In der Vergangenheit hatten sich die Fälle von Vandalismus durch nächtliche Besucher gehäuft. Auch in diesem Jahr gab es bereits mehrere Einbrüche ins Besigheimer Freibad. Der Gemeinderat hatte darauf mit dem Beschluss reagiert, eine Videoanlage zu installieren, wie die BZ berichtete.

Die Kameras sind mittlerweile provisorisch angebracht worden. „Wir haben im Gemeinderat entschieden, wir reagieren auf die Schnelle, bevor im nächsten Jahr eine richtige Videoüberwachung kommt“, sagte der Besigheimer Bürgermeister Steffen Bühler auf Nachfrage der BZ. Die provisorisch errichteten Kameras können mögliche Täter filmen und helfen, sie dingfest zu machen. Eingeschaltet sind sie jedoch nur außerhalb der Öffnungszeiten. Der Datenschutz verhindert, dass tagsüber die Besucher gefilmt werden, sodass die Kameras zu diesen Zeiten ausgeschaltet bleiben müssen.

Immer wieder haben nächtliche Eindringlinge Schäden im Freibad verursacht, so Bühler. Gleichwohl wäre es Zufall, ohne Überwachung dort jemanden zu fassen. Das Bad liegt abseits der Wohnbebauung, so dass dort leicht unbemerkt eingestiegen werden könne. Die Polizei fahre zwar ein bis zwei Mal pro Nacht dort Streife, doch das sei nicht ausreichend. Aus diesem Grund habe man sich zur schnellen Lösung entschlossen, nachdem die Datenschutzprobleme geklärt worden waren. Die Stadt habe den Zustand diese Saison so nicht mehr belassen wollen, die Zeit bis zum Ende der Schulferien wäre zu lang gewesen, erklärt Bühler das schnelle Handeln.

Die Schäden sollen mehrfach Kosten in vierstelliger Höhe verursacht haben. Türen wurden aufgebrochen oder Telefonanlagen zerstört. Bänke landeten im Edelstahlbecken und hinterließen Macken. Ärgerlich für alle war es, wenn die Absaugmaschine, die nachts arbeitet, außer Betrieb gesetzt wurde. Denn so wurde das Becken nicht sauber und musste morgens von Hand gereinigt werden, bevor das Bad aufmacht.

Bühler hofft auf Abschreckung

Wichtig ist der Verwaltung, dass die Kamera nur dann aufzeichnet, wenn das Bad auch wirklich geschlossen ist und somit kein öffentlicher Bereich vorliegt. Sie läuft also auch dann nicht, wenn eine offizielle nächtliche Badeparty stattfindet. Dies wäre auch die rechtliche Grundlage, die das Filmen nach dem Landesdatenschutzgesetz erlaubt.

Jetzt, wo die Kameras installiert sind, hofft Bühler auf eine Abschreckungswirkung. Denn dann ist für alle klar, dass Einbrüche bemerkt und aufgezeichnet werden. Auch Mülleimer seien schon ins Becken geworfen worden, Kabel zerschnitten und Laptops zerstört worden, berichtet Schwimmmeister Winfried Altpeter, seit 27 Jahren in Besigheim. Er ist froh, dass nun die Überwachung da ist. Vor rund einer Woche seien die vier Kameras installiert worden, passiert sei seitdem nichts mehr. Anschauen musste er daher die Aufnahmen nicht, da keine Schäden vorlagen. „Ich hoffe, dass das auch weiter so bleibt“, so Altpeter.

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