Partner der

Junge Sudanesen zu Gast in Walheim

|

Vielen Walheimern ist die „Orangen-Aktion“ bekannt, wobei Spenden für ein Hilfsprojekt in Afrika gesammelt werden. Junge Sudanesen, die an dieser geförderten Schule arbeiten, sind nun am Donnerstag in der Gemeinde angereist. In Walheim machen sie einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Wittenberg zum internationalen Jugendcamp, das der „Christliche Verein Junger Menschen“ (CVJM) anlässlich des Reformationsjahres ausrichtet. Die Afrikaner im Alter zwischen 22 und 32 Jahren wurden von Bürgermeister Albrecht Dautel am Freitagvormittag offiziell im Rathaus empfangen. Anschließend gab’s einen Rundgang durch die Gemeinde.Seit über dreißig Jahren besteht eine enge Partnerschaft des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg mit YMCA-Partnervereinen im Sudan (“Young Men’s Christian Association“ ist auch auch in der Sprache das englische Pendant von CVJM). Fast von Anfang an in der Partnerschaftsarbeit aktiv ist der Arzt Dr. Martin Schweiker aus Walheim, wodurch die Kontakte in die rund 3200 Einwohner zählende Gemeinde entstanden.

Zum dritten Mal empfangen die Walheimer nun eine sudanesische Reisegruppe in dieser Größe. Sieben der neun Teilnehmer seien zum ersten Mal dabei. Sie alle engagierten sich ehrenamtlich im Khartoumer CVJM, berichtete Jürgen Hagenlocher, Mitglied im Länderausschuss Sudan des EJW-Weltdienstes. Im Rahmen mehrerer Veranstaltungen werden die afrikanischen Gäste am Wochenende zum Beispiel von ihrer Arbeit im Flüchtlingslager Gabarona nahe Khartoum berichten, wo sie eine Schule betreuen.

Der EJW-Weltdienst koordiniert die internationale Arbeit des Evangelischen Jugendwerkes in Württemberg und betreut die länderübergreifenden Partnerschaften der YMCA-Gruppen. Dazu zählt neben dem YMCA Khartoum auch die Vereinigung in Port Sudan. „Wir hätten gerne Vertreter aus Port Sudan da gehabt“, meinte Schweiker, allerdings habe es Probleme mit den Visa gegeben.

Untergebracht seien die Sudanesen bei vier privaten Familien. Denn eines der konkreten Ziele der gegenseitigen Besuche: „Wir wollen Begegnungen ermöglichen“, betonte Hagenlocher. Martin Schweiker, der den Sudan selbst viele Male bereist hat, konkretisierte: „Man kann Projekte mit Geld kaputtmachen. Die Leute sind mit zu viel Geld manchmal überfordert, wodurch die Gefahr der Zweckentfremdung entsteht. Hilfsprojekte leben aber auch von menschlichen Begegnungen.“ Der Walheimer hat bei seinen Besuchen im Sudan die Bevölkerung dort als „friedliebende Menschen“ kennengelernt, wie er erzählt. Die Delegation, die aktuell zu Gast ist, sei in ihrer Heimat speziell ausgesucht worden.

Allen Interessierten offen

Alle Veranstaltungen, die das CVJM Walheim zusammen mit den sudanesischen Gästen ausrichtet, ständen jedem Interessierten offen, sagen Hagenlocher und Schweiker. Anmeldungen seien nicht erforderlich.

So startet an diesem Samstag um 10.30 Uhr im Schulhof ein Jugendferienprogramm mit afrikanischer Musik, Bildern, Berichten und Basteln. Am Sonntag wirken die Sudanesen beim Gottesdienst mit, anschließend erzählen sie in der Stephanuskirche von ihrem Alltag. Ab zwölf Uhr ist ein gemeinsames Mittagessen im Kirchhof geplant.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Trinkwasserverunreinigung in Bissingen

Bei einer Routineuntersuchung des Trinkwassers in Bissingen und Untermberg wurden Keime festgestellt. Das Trinkwasser wird nun mit einer zusätzlichen Chlorzugabe desinfiziert. weiter lesen