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Immer noch zu wenig Platz

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Die neue Außentreppe am Gebäude des Amtsgerichts in Besigheim. In den vergangenen acht Monaten ist das Haus modernisiert und mit aktueller EDV ausgestattet worden.  Foto: 

Lärm und Schmutz haben für die Richter und die Angestellten des Amtsgerichts in Besigheim in Kürze ein Ende. Nach fast acht Monaten sind die Umbauarbeiten an dem historischen Gebäude in der Besigheimer Innenstadt so gut wie abgeschlossen. Was noch aussteht, ist die Endreinigung.

 Mit dem Ergebnis ist Volker Bißmaier, der Direktor des Amtsgerichts zufrieden.  Die neue Außentreppe, die aus Brandschutzgründen gebaut werden musste, füge sich sehr gut in das Orts- und Landschaftsbild ein, sagte der Richter im Gespräch mit der BZ. Die Räume und Arbeitsplätze wurden mit moderner EDV aufgerüstet, in Kürze können Rechtsanwälte ihre Schriftsätze auch elektronisch schicken, in den nächsten Jahren wird dies sogar Pflicht, so Bißmaier. Das alte Linoleum wurde durch einen neuen Bodenbelag ersetzt, die sanitären Anlagen modernisiert, einige Zimmer mittels Durchbrüchen in der Wand miteinander verbunden, eine Überfallmeldeanlage installiert – und das alles bei laufendem Gerichtsbetrieb, wie Bißmaier betont. Rund 800.000 Euro hat sich das Land die Modernisierung kosten lassen, teilt das Amt für Vermögen und Bau des Landes in Ludwigsburg auf Anfrage mit.

Mitarbeiter in Miete

Ein Problem hat der Umbau allerdings nicht lösen können: Nicht alle 40 Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz in der Amtsgerichtsgasse. Seit Jahren müssen deshalb Räume in der Altstadt angemietet werden. Die Gerichtsvollzieher sind in der Hauptstraße untergebracht, die Strafabteilung am Marktplatz und die Abteilung für Zivilsachen in der Kirchstraße. Die Verhandlungen allerdings sind alle im Gebäude Amtsgerichtsgasse konzentriert.

Abhilfe soll der Umbau des ehemaligen Oberamtsgerichtsgebäudes auf der anderen Seite der Altstadt schaffen. Dort haben nach Angaben des Vermögensbauamtes die Umbauarbeiten bereits Mitte November begonnen. Die bisherigen Nutzer, Mitarbeiter der Straßenbaubehörde, sind umgezogen.  Auch hier geht es um Verbesserungen des Brandschutzes und den Bau eines zweiten Fluchtweges. Ein Aufzug soll den barrierefreien Zugang ermöglichen. Wärmedämmung und Elektrotechnik werden ebenfalls erneuert. In einem Nebengebäude, das früher als Garage diente, sollen die Archivalien und Akten unterkommen. Geplant ist laut Vermögensbauamt auch die behutsame Sanierung der originalen Putzfassade und des Natursteinmauerwerks sowie die Restaurierung der alten Fenster- und Rollläden. Im Erdgeschoss werden zwei Verhandlungsräume entstehen.

Anderthalb bis zwei Jahre Bauzeit sind für den Umbau des Oberamteigebäudes eingeplant. Ob das aber die Platznot beheben kann? Schließlich muss das Amtsgericht ab 1. Januar 15 weitere Mitarbeiter integrieren. Sie arbeiten bis Jahresende noch für das Notariat, dass nach einer Reform im Land ab Januar den Amtsgerichten zugeordnet wird.

Für sie sind im Talweg bereits Container aufgestellt worden, in denen sie die Zeit bis zum endgültigen Umzug überbrücken müssen. Bis dahin müssen sie in der 300 Quadratmeter großen Containeranlage ihre Arbeit erledigen. Selbst danach werde das Amtsgerichts einen Teil der Mieträume behalten müssen, sagte Bißmaier. Im Oberamteigebäude sei weniger Platz, als es von außen scheinen mag, betonte Bißmaier.

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