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Glasfaser für das Amtsgericht

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Das Amtsgericht in Besigheim wird renoviert. Dabei geht es neben der Ausstattung der Räume und der Verbesserung des Brandschutzes auch um eine schnellere Anbindung an das Internet mittels einer Glasfaserleitung, die bis Juni eingerichtet werden soll. Im Ausschuss für Umwelt und Technik des Besigheimer Gemeinderates kam deshalb die Frage auf, ob die Technik nicht auch für das Rathaus und andere Anlieger in der Altstadt interessant sein könnte.

Vom Übergabepunkt an der Ecke Hauptstraße/Aiperturmstraße wird die Glasfaserleitung durch das Gässchen zum Marktplatz und am Rathaus vorbei verlaufen, dann die Kirchstraße nach oben und über die Schulbrunnengasse von hinten ans Amtsgericht. Das Stadtbauamt sei bereits über die damit verbundene Aufgrabung von Straßen informiert worden, sagte der stellvertretende Stadtbaumeister und Tiefbauamtsleiter Stefan Maier. Sperrungen von Straßen seien dafür nicht geplant. Nicht nur das Rathaus, sondern auch angrenzende Gebäude an der Kirchstraße könnten womöglich von den Glasfaserplänen profitieren könnten, so die Überlegung im Ausschuss.

Spezieller Auftrag

Die technischen Möglichkeiten sind allerdings eingeschränkt. Zwar gibt es in Besigheim bereits die Glasfasertechnik, aber hauptsächlich von einer Vermittlungsstelle hin zu größeren Firmen, die einen entsprechenden Auftrag erteilt haben. So wie im Baugebiet Bülzen, in dem Kunden Glasfaser ins Haus bekommen, werde es auf der Strecke in der Altstadt aber nicht gehen, sagte Roland Kies von der Telekom auf Anfrage der BZ, der für das Projekt in Besigheim verantwortlich ist. Die Anbindung des Amtsgerichts sei ein spezieller Auftrag, der nun abgearbeitet werde.

„Glasfaser ist nicht gleich Glasfaser“, sagte der Heilbronner Teamleiter Armin Friedrich, der die produktionstechnische Infrastruktur betreut. Es sei auch eine Frage der Kosten. Wenn aber auf der Strecke zum Amtsgericht ein Kunde Interesse habe, sei die Glasfaserverlegung direkt ins Haus separat möglich über Leerrohre, die gleichzeitig verlegt werden. Doch hier gibt es eine Kostengrenze, bis zu der die Telekom auch die Aufgrabungsarbeiten übernehme. Die Kunden müssten in diesem Fall einen Teil der Aufgrabungskosten selbst übernehmen. Anders sieht es bei einem Verfahren aus, bei dem von einem Glasfaser-Verteilerkasten aus mit den bestehenden Kupferkabeln ins Haus gegangen wird. 

Das Aufstellen der grauen Multifunktionsgehäuse sei aber zunächst nicht geplant, sagte Armin Friedrich. Ob das Rathaus von der Glasfaserleitung profitieren wird, ist offen. Momentan sind die Rathausmitarbeiter mit 200 Mbit von Unitymedia ganz gut ausgestattet, so IT-Experte Peter Hohenschläger von der Verwaltung. Engpässe gebe es nur im Netzwerk mit Ottmarsheim, in dem man kaum mehr als vier Mbit-Downloadrate hinbekomme.

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