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Fördergelder für schnelles Internet

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Sie garantieren ein schnelles Internet: ein Bündel aus Glasfaserkabeln und ein Rohr, um sie zu verlegen.  Foto: 

Ein Blick auf den Breitbandatlas des Bundesverkehrsministeriums macht es deutlich: So schlecht ist Hessigheim gar nicht mit der Technik für moderne Datenübertragung im Internet ausgestattet. Im Ortskern und drum herum haben mehr als 95 Prozent der Haushalte eine Datenleitung, die schneller als 50 MB pro Sekunde ist. Lediglich entlang der Ottmars­heimer Straße gibt es noch einige Versorgungslücken, und auch auf der Neckarseite gegenüber dem Ortskern sind einige Häuser noch nicht mit einer schnellen Datenleitung ausgestattet. Diese Ausstattung ist für eine kleine Gemeinde in Deutschland nicht selbstverständlich, wie schon ein Blick in das benachbarte Mundelsheim zeigt. Dort gibt es selbst im Ortskern einige Straßenzüge, in denen die Häuser nur etwa zur Hälfte mit schnellen Internetleitungen ausgestattet sind.

Hessigheim und Mundelsheim haben jetzt beide einen Förderantrag beim Bundesverkehrsministerium gestellt, die beide auch bewilligt wurden: Hessigheim stehen damit 50 000 Euro zur Verfügung, um Beratungsleistungen in Sachen schnelles Internet einzukaufen, machte Bürgermeister Günther Pilz im Gespräch mit der BZ deutlich. Hessigheim hat mit diesem Geld eine Marktanalyse und in deren Folge eine Strukturplanung in Auftrag gegeben. Der Gemeinderat hat den rund  15 600 Euro teuren Auftrag in seiner letzten Sitzung bereits bewilligt, die Kosten dafür trägt der Bund komplett. Mundelsheim wird in der nächsten Sitzung sein Vorgehen beraten, sagte Bürgermeister Holger Haist.

Eine flächendeckende Versorgung in Deutschland mit einer Leitung, die 50 MB pro Sekunde leistet, ist das erklärte Ziel des  Förderprogramms des Bundesverkehrsministeriums. Was Hessigheim jetzt jedoch untersuchen lässt, ist eine „andere Nummer“, sagte Bürgermeister Pilz, eine „Technologie, die alles andere abhängt“ und bis zu 400 MB pro Sekunde leiste. Gemeint ist die Glasfasertechnologie. Um schon bald Gigabit-Anwendungen im Internet zu ermöglichen, sei ein „massiver Rollout“ von Glasfaser unerlässlich, so die Marschrichtung des Bundesverkehrsministeriums.

Bei der Marktanalyse gehe es darum, die Bandbreite der bestehenden Technologie im Ort zu erfassen, ein Urteil über die Ausbaufähigkeit zu gewinnen und über die Bereitschaft, neue Technologien einzuführen. Damit soll auch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ludwigsburg gesichert werden, der als Reaktion auf die Pläne in Berlin den Aufbau eines überörtlichen Glasfasernetzes in den Blick genommen hat. Ergebnisse liegen allerdings noch keine vor.

Kein großer Druck

In Hessigheim bestehe zwar trotz der relativ guten Infrastruktur noch Bedarf, „aber wir haben keinen extremen kommunalpolitischen Druck“, sagte der Bürgermeister. Kabelanbieter Unity-Media, der eine starke Stellung im Ort hat, habe darüber informiert, das sich auf der bestehenden Technologie aufbauen lasse.

In Mundelsheim sieht Holger Haist ebenfalls keinen Druck, trotz der größeren Lücken in der Versorgung. Nur vereinzelt bekommt er Rückmeldung, dass ein schnelleres Internet gewünscht sei. Doch auch Haist will die Fördergelder aus Berlin nutzen, um herauszufinden, „wo welche Lücke zu welchem Preis geschlossen werden kann“.

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Ludwigsburg

Besigheim

Einwohner: 12018 (31. Dez. 2015)
PLZ: 74354
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 202 m ü. NHN
Bürgermeister Steffen Bühler

www.besigheim.de/

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