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Einstieg mit den Enztreppen

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Bürgermeister Steffen Bühler (Dritter von links), Regionaldirektorin Nicola Schelling, Landrat Rainer Haas (von links) sowie Mitglieder der Projektgruppe und Landschaftsplaner beim Spatenstich für die Enztreppen, dem Auftakt für die Umgestaltung der Enzauen.  Foto: 

Es ist ein Projekt, das die Stadt Besigheim in den kommenden Jahren stark beschäftigen wird und das Besigheim in seinem Erscheinungsbild stark verändern wird: Mit einem Spatenstich wurden an diesem Donnerstag die Arbeiten für die Umgestaltung der Enzauen offiziell eröffnet. Erster Schritt ist die Gestaltung und der Bau der Enztreppen, eines breiten Treppenabgangs mit mehreren Terrassen seitlich des Eiscafés am Enzplatz direkt neben der Brücke über den Fluss.

 „In kleinen Etappen und finanzierbaren Dosen“ möchte die Stadt das Großprojekt umsetzen, machte Bürgermeister Steffen Bühler beim Spatenstich deutlich. Allein diese erste Etappe kostet einen hohen sechsstelligen Betrag. In seiner Sitzung am Dienstag vergab der Ausschuss für Umwelt und Technik den Auftrag über rund 610 000 Euro an eine Gartenbaufirma aus Bietigheim. Doch Besigheim muss diese Beträge nicht alleine aufbringen. Der Verband Region Stuttgart zahlt im Rahmen des Projekts Landschaftspark einen Zuschuss von 439 000 Euro.

Bei ihrem schrittweisen Vorgehen konzentriert sich die Stadt zunächst auf das Gelände südlich der Enzbrücke. Das sagte Beigeordneter Klaus Schrempf, bei dem auf dem Rathaus die Fäden zusammenlaufen, im Gespräch mit der BZ. Ein erster wesentlicher Schritt ist neben der Anlage der Enztreppen der Bau eines Parkhauses, über dessen Gestaltung im Ausschuss bereits mehrfach beraten wurde.

Dafür mussten wie in der BZ berichtet erst die Zauneidechsen aus dem Gelände zwischen der B 27 und der Riedstraße vertrieben werden. Für den Bau dieses Parkhauses mit rund 260 Stellplätzen und geschätzten Kosten von 2,6 Millionen Euro hat die Stadt bisher  keine Förderzusage. Weil es im Hochwasserschutzgebiet liegt, soll das unterste Geschoss so gestaltet werden, dass es überflutet werden kann, die Geschosse darüber aber noch angefahren werden können.

Drittes Projekt in diesem Abschnitt ist eine Rad- und Fußwegbrücke über die Enz. Bisher müssen Radfahrer auf dem Enztalradweg von der Bietigheimer Kläranlage her durch die Altstadt und weiter über die Enz fahren, um den Anschluss zu finden.

Die neue Brücke vereinfacht und verkürzt den Weg sowohl für Touristen als auch für die Schüler und die Bewohner des Schimmelfeldes. Für die Brücke wurde ein Zuschussantrag nach dem Landesverkehrsfinanzierungsgesetz (LVFG) gestellt, sagte Schrempf.

Der Grunderwerb ist getätigt, Baubeginn ist nicht vor Herbst 2017. Ein neuer Spielplatz und die eine oder andere Möblierung seien ebenfalls vorgesehen, sagte Bürgermeister Bühler. Erst wenn Enztreppe, Parkhaus und Brücke fertig sind, „geht es auf die andere Seite“, sagte Schrempf, in Richtung Radsportheim, wo eine Promenade entstehen soll.

„Wir hoffen auf einen guten Start mit dem heutigen Spatenstich, auf eine zügige Bauabwicklung und auf viele zufriedene Gesichter“ der Besigheimer, wenn die Enztreppen fertig sind, sagte der Bürgermeister.

Der Baubeginn selbst ist erst im Januar. Das Landratsamt habe die notwendigen Genehmigungen bereits am 8. Oktober erteilt und anlässlich der Feierlichkeiten zum Jubiläum der Partnerschaft mit Ay bekannt gegeben. Daran erinnerte Landrat Rainer Haas beim Spatenstich.

Die Stadt Besigheim hat große Anstrengungen unternommen, um ihre Vorzüge der historischen Altstadt, des Weinbaus und der Steillagen zur Geltung zu bringen.  Das sagte Regionaldirektorin Nicola Schelling zur Begründung des Regional-Zuschusses in Höhe von 439 000 Euro. Seit zehn Jahren fördert die Region Landschaftspark-Projekte. Die Summe beläuft sich laut Schelling mittlerweile auf 14 Millionen Euro. Mit diesen Zuschüssen soll die „Wirkungskraft“ der vielfältigen Kulturlandschaften gestärkt werden. Standortqualität sei heute ein wichtiger Faktor im Kampf um Fachkräfte. „Besigheim leistet dazu einen wesentlichen Beitrag“, sagte Schelling. bz

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Besigheim

Einwohner: 12018 (31. Dez. 2015)
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Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 202 m ü. NHN
Bürgermeister Steffen Bühler

www.besigheim.de/

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