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Einsatzbereitschaft ist gefordert

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Auch die Lichterketten für das Winzerfest gehören zum Aufgabenbereich des Bauhofs: Mitarbeiter haben diese bereits vor zwei Wochen über die Straßen Besigheims aufgehängt.  Foto: 

Damit das beliebte Winzerfest in Besigheim wieder ein Freudenfest für Tausende von Besuchern werden kann, spucken die Mitarbeiter des Bauhofes nicht erst seit gestern in die Hände. Sie sind letztlich die treibende Kraft, die das Fest erst ins Laufen bringt.

Mit der Installierung der Beleuchtung für das Besigheimer Winzerfest fing alles schon vor zwei Wochen an. In der Hauptstraße und in der Kirchstraße grüßen schon jetzt die bunten Birnen, die mit Weinlaub dekoriert sind und laden neugierige Spaziergänger dazu ein, dabei zu sein, wenn Besigheim am Wochenende vier Tage im Ausnahmezustand feiert. Drei Tage lang hat es allein schon gebraucht, um die Beleuchtung an Ort und Stelle zu bringen, weitere zwei Tage lang stellten die Bauhofmitarbeiter die Fahnenmasten im Festbereich auf.

Dafür sind extra Halterungen im Boden angebracht. Die Fahnen werden später dort von Hand eingestellt. „Gehisst werden die Fahnen der Partnerstädte, die deutsche, die Landesfahne und die europäische“, zählt Bauhofleiter Norbert Krebs auf. „Alle Fahnen werden das Jahr über bei uns im Bauhof aufbewahrt“, lässt er wissen, „und bei entsprechenden Anlässen wie zum Beispiel bei Wahlen hervorgeholt und gehisst“.

Nachtschichten beim Fest

Am Samstag waren Bauhofmitarbeiter damit beschäftigt, auf dem Kelterplatz die drei Weinverkaufshütten aufzubauen. Am Dienstag kam der Feinschliff: die Verschalung und die Treppchen hinauf. Doch das alles ist erst der Anfang, denn die städtischen Mitarbeiter sind nicht nur für den Auf- und Abbau zuständig. Sie legen selbst während des Fests Nachtschichten ein und verwandeln sich dabei ab morgens um drei in Mainzelmännchen, die sämtliche Spuren verräumen und schauen, dass alles wieder schön sauber wird, für den nächsten Winzerfesttag.

Auf dem Kelterplatz stellen Bauhofleute zur Zeit den großen Schirm zum Schutz vor schlechter Witterung oder vor der Spätsommersonne auf. Die Bestuhlung kommt selbstverständlich dazu. Außerdem kostet es Bauhofmitarbeiter Tage bis die Beschilderung in der ganzen Stadt angebracht ist, erzählt Norbert Krebs: „Beim Winzerfest ist die halbe Stadt gesperrt. Das ist unser Job, Parkverbotsschilder aufzuhängen und auch mal private Einfahrten mit Bauzaun vor ungebetenen nächtlichen Besuchern zu schützen.“

20 Paletten Gläser

Vor wenigen Tagen rollte ein ganzer Lkw voll mit mehr als 20 Paletten voll Winzerfest-Gläsern auf den Bauhof. „Das sind allein Tausende von Winzerfest-Gläsern, die die Ständebetreiber von uns geliefert bekommen“, erklärt Norbert Krebs. Teilweise holen die Budenbetreiber ihre Gläser auch im Bauhof ab.

Zu den 13 Bauhofmitarbeitern, alles Vollzeitkräfte, die zum festen Stamm gehören, kommen „vier Mann Frontpersonal“ in der heißen Phase vor, während und nach dem Winzerfest. Die Aufgaben des Bauhofs sind einfach zu komplex, als dass das Stammpersonal ausreichen würde. „Wir stellen an wichtigen Plätzen Stromkästen auf, sorgen für Wasseranschlüsse, damit an verschiedenen Stellen auch Spülmaschinen in Betrieb genommen werden können“, betont Bauhofleiter Krebs. „ab Mittwoch werden fünf WC Wagen in der ganzen Stadt aufgestellt.“

Ein Lkw voll mit Kostümen

Er und seine Kollegen könnten sich zur Stunde zerreißen, doch das hilft nichts: Die Kunststoffabsperrungen für den Festumzug müssen trotzdem Ende der Woche ausgebracht werden. „Wir haben die Absperrungen schon draußen gelagert, sodass alles nur noch aufgestellt werden muss“, verrät er. Und während die Mannschaft die Tische und Bänke, die sie fürs Winzerfest aufbaut, sicher schon längst nicht mehr sehen kann, kommt Abwechslung ins Spiel: Bauhofmitarbeiter fahren im Vorfeld zum Winzerfest zum Kostümverleih nach Stuttgart. Schließlich wollen all die schmucken Wengerter und Wengerterinnen ja auch ausstaffiert sein. An diesem Mittwoch ist es wieder so weit: „Gelagert werden dann alle Kostüme im Dachgeschoss der Friedrich-Schelling-Schule. Dort kleiden sich die Darsteller für den großen Festumzug ein – ein ganzer Lkw voll Klamotten ist das jedes Mal“, weiß Krebs. Der Bauhof übernimmt während des Winzerfestes auch Serviceleistungen, wie Gruppen samt Gepäck von der Bahn abzuholen und in die Unterkünfte zu bringen.

Stocherkähne stehen bereit

„So kurz vor dem Fest? Da müssen wir die Stocherkähne bereitstellen. Wir haben selbst einen mobilen Steg gebaut. Der wird vom Lkw geladen und am Enzufer aufgebaut, die beiden Stocherkähne lassen wir ins Wasser und schon kann‘s losgehen“, gibt der Bauhofleiter Einblick. Neben ihm ist Stadtgärtner Gerhard Menner der gefragte Mann der Stunde. Die Stadtgärtnerei ist zum Beispiel für sämtlichen Blumenschmuck zum Winzerfest zuständig. Die lustigen Sprüche auf den Festwagen fallen dann schon wieder ins Ressort des Bauhofes. „Wir übernehmen auch die Gestaltung und Pflege der Trageschilder für die Fußgänger beim Festumzug“, erzählt Krebs, denn bekanntlich hat jedes Winzerfest ein anderes Motto und die Schilder müssen angepasst werden.

Nach vier Nachtschichten, denn vor jedem Festtag muss nachts die Stadt wieder sauber gemacht werden, haben die Bauhofleute die letzte Hürde vor sich. „Auf uns wartet dann mindestens eine Woche Abbau“, blickt Norbert Krebs voraus.

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