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Eine Chance für Premiumweine und Trollinger

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Wie umgehen mit den Weinbau-Steillagen an der Enz und entlang des mittleren Neckars? Um diese Frage kümmern sich seit einiger Zeit Vertreter mehrerer Genossenschaften, Weingüter und Kommunen in Form des „Integrierten Landschaftlichen Entwicklungskonzepts“ (ILEK). Mit der Gründung des  Consortium Montis Casei, des Käsberg-Konsortiums durch den Hessigheimer Herbert Müller hat die Suche nach Lösungen deutlich an Fahrt aufgenommen. Ihnen allen geht es nicht weniger als um die „Neuerfindung des Weinbaus“, wie es Herbert Müller ausdrückt, und zwar durch die Erzeugung von Premiumweinen aus hochwertigen Rebsorten und die Aufwertung des Trollingers.

Bei einer Sitzung in Mundelsheim haben die Unterstützer sich jetzt zur Steillageninitiative Württemberg formiert und basierend auf den ILEK-Ideen eine Menge Vorschläge zur Umsetzung ihres Konzepts auf den Tisch gelegt, die es jetzt abzuarbeiten gilt, wie Müller gegenüber der BZ klarmachte. Ganz oben auf der Liste stehen die Motivation zur Anpflanzung hochwertiger Rebsorten, Rebsortenempfehlungen, finanzielle Hilfen zur Neupflanzung und Mauererhaltung und ein erhöhtes Traubengeld für die Mitglieder von Genossenschaften. Gleich danach folgt die Sorge um den Trollinger, der bei Weitem häufigsten Rebsorte in den Steilhängen. Für ihn soll ein Konzept zur besseren Positionierung am Markt erarbeitet werden.

Die staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg soll in die Arbeit eingebunden werden. „Es geht darum herauszufinden, welche hochwertigen Rebsorten sich für die Muschelkalkterrassen besonders eignen“, sagt Müller. Ebenso soll die Universität für Önologie in Geisenheim in die Erarbeitung eines überregionalen Vermarktungskonzepts einbezogen werden. Zur Finanzierung wurde ein Antrag auf Förderung an das Land auf der Grundlage des Programms der Europäischen Innovationspartnerschaft gestellt. Sogar an eine geschützte Ursprungsbezeichnung für die terrassierten Steillagen, wie es sie in Frankreich oder Italien gibt, denken die Beteiligten. Diese Idee soll gemeinsam mit dem Weinbauverband ausgelotet werden.

Mit einer Messe in der Bietigheimer Kelter hatte das Käsberg-Konsortium bereits vor einiger Zeit auf sich aufmerksam gemacht. Solche Möglichkeiten zu gemeinsamen Auftritten am Markt sollen weiter wahrgenommen werden. Und sollte die Stadt und der Landkreis Ludwigsburg tatsächlich eine Vinothek im Schloss Ludwigsburg einrichten, streben die Partner der Steillageninitiative eine Kooperation an. Überhaupt sei Unterstützung durch ein Regionalmanagement des Landkreises „hoch willkommen“. Dies wäre insbesondere für die Transformation von Rebflächen hilfreich, die auf Dauer nicht bewirtschaftet werden können und deshalb anders genutzt werden müssen.

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