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Eine Bühne unterm Fachwerkgiebel

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Neben dem Hessigheimer Rathaus steht in der Besigheimer Straße ein Schuppen. Zur Besigheimer Seite hin wird das Gebäude durch ein zweiflügeliges Tor geprägt, das offensichtlich in einen Keller führt.  Foto: 

Neben dem Hessigheimer Rathaus steht in der Besigheimer Straße ein Schuppen, der dem Betrachter Rätsel aufgibt. Die zum Rathaus gewandte Seite ist offen, ansonsten ist das Bauwerk geschlossen. Zur Besigheimer Seite hin wird das schmale Gebäude durch ein zweiflügeliges Tor geprägt, das offensichtlich in einen Keller führt.

In den Unterlagen, die jetzt dem Hessigheimer Gemeinderat vorlagen, wird das Bauwerk demnach auch als „Kellerabgangsgebäude“ bezeichnet. In der Tat führt der Zugang in einen einst riesigen Keller, der früher bis unter das heutige Parkdeck neben dem Rathaus reichte. Der Schuppen selbst, der aus dem 16. Jahrhundert stammt, grenzte im Süden an eine nicht mehr existierende Scheune. Bevor das Anwesen von der Gemeinde erworben wurde, gehörte es samt Keller zum Gasthof Adler in der Hinterdorfstraße, berichtete Kämmerer Ralph Schneider im Gespräch mit der BZ.

Schuppen wieder nutzen

Jetzt soll der Schuppen saniert und in einen nutzbaren Zustand gebracht werden. Entsprechende Pläne legte der Hessigheimer Architekt Michael Eisele in der letzten Sitzung des Gemeinderats vor. Seiner Analyse zufolge befindet sich das Dach, das jünger ist als das Gebäude selbst, in einem guten Zustand und muss nur teilweise ertüchtigt werden. Auf der dem Rathaus zugewandten Seite werde man allerdings den hölzernen Randträger, auf dem das Dach ruht, mit einer Stahlkonstruktion unterfangen müssen.

Für die Nordfassade zur Besigheimer Straße hin schlug Eisele entweder eine Putzfassade oder eine Holzverschalung des Giebels vor. Man könne aber auch das darunter liegende Fachwerk sichtbar machen. Diese Variante fand im Gemeinderat sofort Unterstützer, weil sich das Gebäude damit besser in die umgebende Bebauung einfüge.

Die Farbgestaltung soll in Abstimmung mit der Denkmalbehörde erfolgen. Der Denkmalschutz verlangt eine Farbanalyse der Eckquader an der Nordseite, in der Hoffnung, dass man Farbreste findet, die einen Rückschluss auf die historische Fassadenfarbe zulassen.

Keller für Kinder sichern

Im Gebäude selbst wird der Kellerabgang gegen spielende Kinder gesichert. Nach der Vorstellung des Gemeinderats soll das Gebäude als Bühne bei Veranstaltungen genutzt werden können. Deshalb ist auch eine ausreichende Stromversorgung vorgesehen.

Der Keller, beziehungsweise, das, was nach Errichtung des Parkdecks neben dem Rathaus von ihm übrig geblieben ist, eignet sich nach Auskunft von Kämmerer Ralph Schneider nicht für eine Nutzung, beispielsweise als Veranstaltungsort. In der Hessigheimer Administration kann man sich allerdings vorstellen, in dem verbliebenen Rest des Kellers die Heizzentrale für das Rathaus unterzubringen, wenn dereinst die dort eingebaute Elektroheizung ersetzt werden sollte. Ein Beschluss ist aber noch nicht gefasst.

Die Kosten für die Sanierung beziffert Michael Eisele auf rund 69 000 Euro, wobei ein freigelegtes Fachwerk mit etwa 2000 Euro zu Buche schlägt. Mehrheitlich stimmte der Gemeinderat für die Fachwerkvariante. Die Sanierung soll innerhalb der noch laufenden Ortskernsanierung abgewickelt werden. Die Gemeinde muss sich mit 49 Prozent, also rund 35 000 Euro, an den Kosten beteiligen.

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