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Ein Suchhund muss nicht unbedingt groß sein

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Die Besigheimer Rettungshundestaffel feierte ihr zehnjähriges Bestehen. Von links: Der stellvertretende Stadtbeauftragte Helmut Felnner, Staffelleiter Wolfgang Erb und Stadtbeauftragter Franjo Springob mit dem geprüften Rettungshund Ole.  Foto: 

Seit zehn Jahren gibt es die Malteser Rettungshundestaffel in Besigheim. Gegründet wurde sie von Franjo Springob und zehn weiteren Helfern, die ihren ehrenamtlichen Dienst mit den Rettungshunden bereits vorher unter dem Dach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verrichtet hatten.

Franjo Springob arbeitet seit 30 Jahren mit Rettungshunden, Leiter einer Rettungshundestaffel ist er seit 18 Jahren. Damit ist der 65-Jährige der dienstälteste Staffelführer in Baden-Württemberg.

Die Rettungshundestaffel war der Einstieg für die Malteser in Besigheim. Seit 2008 gibt es eine eigene Ortsgliederung in der Stadt. Neben der Rettungshundearbeit versehen die rund 28 Mitglieder Sanitätsdienste, beispielsweise bei den Steelers in Bietigheim-Bissingen.

In der Rettungshundestaffel arbeiten 17 Helfer. Für die Suchhunde, die nicht unbedingt groß sein müssen, gibt es zwei Ausbildungswege: zum Flächensuchhund oder zum Mantrailer. Während die Flächensuchhunde eine Fläche, beispielsweise ein Waldstück, ganz allgemein nach Personen absuchen, ist ein Mantrailer darauf spezialisiert, anhand einer Geruchsprobe ganz gezielt einzelne Menschen zu finden. Die Besigheimer Hundestaffel verfügt über drei Flächensuchhunde und sechs Mantrailer.

Im Jahr 2015 hatte die Besigheimer Hundestaffel 32 Einsätze zu absolvieren. Die Suchhunde kommen zum Einsatz, wenn beispielsweise orientierungslose Vermisste oder suizidgefährdete Menschen gesucht werden müssen.

Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Einsätze drastisch auf etwa ein halbes Dutzend. Grund dafür ist, dass die Polizei eine eigene Rettungshundestaffel gegründet hat.

Franjo Springob hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. Er wünscht sich eine engere Zusammenarbeit mit der Polizeihundestaffel und damit mehr Einsätze für sein Team, das – obgleich „nur“ ehrenamtlich tätig – den gestellten Anforderungen durchaus gewachsen sei.

Bei der Jubiläumsveranstaltung am Samstag in der ehemaligen Ziegelei in Besigheim hob Edmund Baur, Landesbeauftragter der Malteser, die Verdienste und die Opferbereitschaft von Franjo Springob und den Besigheimer Maltesern hervor.

Er erinnerte an die Ursprünge des 1099 gegründeten Malteserordens, dessen Hilfsdienst seit 1953 auch in Deutschland vertreten ist. „Malteser zu sein, bedeutet Berufung und Auftrag“, rief Baur den Ehrenamtlichen zu. Gleichzeitig forderte er eine bessere Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit, vor allen, wenn sie, wie im Falle der Rettungsdienste, mit einem hohen Zeitaufwand für Einsätze und Ausbildung verbunden sei. Der Schutz des Lebens sei oberstes Gebot für die Malteser, die tief in der katholischen Kirche verwurzelt seien.

Jubiläum als Anlass

Das Jubiläum war für Franjo Springob Anlass, sein Amt als Staffelführer in jüngere Hände zu legen. Seine Nachfolge tritt sein bisheriger Stellvertreter, der 52-jährige Wolfgang Erb, an. Neuer stellvertretender Staffelführer wird Helmut Fellner.

Für seine Verdienste wurde Franjo Springob mit der Malteser-Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet. Die bronzene Verdienstmedaille erhielten Staffelarzt Dr. Rolf Heinzl, Ulla Hemzal-Schläfke, Veronika Scheidl, Nicole Beyer, Tanja Kollar und Mirjam Haamann.

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