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Ein Spielplatz für Kita und Kindergarten: Gemeinderat berät

Rund 175.000 Euro will sich die Stadt die Gestaltung des Spielplatzes bei der neuen Kindertagesstätte kosten lassen. Heute Abend wird der Gemeinderat darüber beraten, ob und wie das Konzept umgesetzt wird.

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Das Stöhnen war deutlich zu vernehmen, als der Gemeinderat im Sommer über die Ideen für die Gestaltung des Spielplatzes bei der neuen Kindertagesstätte diskutierte. Das Konzept, das Planer Christoph Schulz dem Gremium vorstellte, schien einigen Stadträten völlig überladen. Auf der Fläche zwischen der neuen Kita und dem Kindergarten Wörth drängelten sich ihrer Meinung nach ein Rutsch- und Kletterturm, ein Lehmofen, verschiedene Sandelplätze und Matschgruben, Balancierbalken und weitere Spielgeräte viel zu eng aneinander. Andere Mitglieder des Gremiums befürchteten einen Anstieg der Kosten für den Spielplatz, der einmal beiden benachbarten Kinderbetreuungseinrichtungen gemeinsam dienen soll.

Es dürfte deshalb spannend werden, wie der Gemeinderat auf die neuen Informationen reagiert, die in der Sitzung an diesem Dienstag vorgelegt werden. Denn das städtische Bauamt schätzt die Kosten für die Umsetzung des Spielplatz-Konzeptes, das nach dem Vorschlag der Stadt verabschiedet werden soll, aktuell auf rund 175.000 Euro. Allerdings lassen sich rund 20.000 Euro durch Eigenleistungen von Eltern- und Schülergruppen einsparen, hat Stadtbauamtsleiter Andreas Janssen ausgerechnet. Er setzt damit auf das Engagement der Eltern, die gemeinsam mit den Erzieherinnen eng in die Entwicklung des Konzepts eingebunden waren. Die Realschule und die Hauptschule wollen sich mit Projekten am Bau des Kinderspielplatzes beteiligen. Und möglicherweise kann auch die Lehrwerkstatt der benachbarten Firma Komet, die in der neuen Kita Plätze für Mitarbeiter-Kinder buchen wird, einen Beitrag liefern.

Nach dem Konzept von Planer Christoph Schulze, das nach Reklamationen des Gemeinderats jetzt auch maßstabsgetreu vorliegt, wird der Spielplatz beinahe die gesamte Fläche zwischen bestehendem Kindergarten und neuer Kita füllen. Beim Kindergarten wird eine Sitzmulde angelegt, daneben eine Bobbycarbahn auf Rasenpflaster. Ein Weidentunnel und ein Spielhaus schließen sich ebenso an wie ein Kletter- und Rutschturm auf drei Ebenen, ein Balancierbalken, Sandelplätze, eine Stütz- und Sitzmauer, ein künstliches Wasserspiel und ein Wasserlauf, eine Vogelnestschaukel und eine weitere Doppelschaukel. Über den Sandkästen sollen Sonnensegel angelegt werden.

Der größte Teil der Kosten (71.000 Euro) wird durch Erdbewegungen, Fundamente und den Umbau vorhandener Spielgeräte verursacht. Weitere Spielgeräte (Turm, Schaukel, Nestschaukel) werden mit 31.000 Euro veranschlagt. Auf einen Lehmbackofen und eine Trampolinanlage, ursprünglich ebenfalls ein Teil des neuen Spielplatzes, wurde verzichtet, da dies endgültig zu teuer geworden wäre.

Info Die Sitzung des Gemeinderates an diesem Dienstag, 22. Oktober, beginnt um 18 Uhr in der Ottmarsheimer Bürgerhalle. Neben dem neuen Spielplatz wird über den Nutzungs- und Kulturplan für den Stadtwald diskutiert. Das Regenüberlaufbecken an der Liebensteiner Straße soll erneuert werden. Der Gemeinderat wird zudem über die geänderte Satzung des Neckar-Elektrizitätsverbandes beraten.

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