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Die Zahl der Straftaten bleibt weitgehend stabil

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Ein Fahrraddiebstahl kommt häufig vor, wurde aber in Besigheim im vergangenen Jahr in keinem Fall aufgeklärt.  Foto: 

Diebstahl, Fälschungen, Körverletzung, Rauschgifthandel und Sachbeschädigung  – die Liste der kriminellen Delikte, die in Besigheim begangen werden, ist lang. Nicht so lang allerdings wie in anderen Orten, wie die Kriminalstatistik zeigt, die Polizeihauptkommissar Mark Rathgeb am Dienstag bei der Sitzung des Besigheimer Gemeinderats in der Ottmarsheimer Bürgerhalle vorstellte.

Rathgeb zählte im vergangenen Jahr 452 Strattaten, das ist ein Minus von 2,4 Prozent gegenüber 2015. Zum Vergleich: Im benachbarten Bietigheim-Bissingen ist die Zahl der Straftaten um immerhin 5,3 Prozent auf 4057 angestiegen. Im gesamten Landkreis Ludwigsburg ging sie dagegen um 4,6 Prozent auf 22­ 990 zurück.

Auf einen Zeitraum von fünf Jahren gesehen, ist die Zahl der Straftaten damit stabil geblieben. Im Jahr 2012 zählte die Polizei in Besigheim 448 Straftaten, es folgte mit 407 ein Ausreißer nach unten im Jahr 2013 und mit 473 ein Ausreißer nach oben im Jahr 2014. Eine gleichförmige Entwicklung zeigt sich auch mit Blick auf einzelne Vergehen. Vor Raub waren die Bürger im vergangenen Jahr vollkommen sicher. Diebstahldelikte (148, Vorjahr 134) sind allerdings deutlich angestiegen. Dafür ist die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte (85, Vorjahr 115) deutlich gesunken.

Auffällig in der Statistik ist der klare Anstieg von Wohnungseinbrüchen. Elf Mal stiegen Einbrecher in die Häuser fremder Menschen ein, im vergangenen Jahr wurde deswegen nur sechs Mal die Polizei gerufen. Allerdings wurde 2012 und 2014 mit je neun Fällen ebenfalls sehr oft eingebrochen, stellt Rathgeb in der Statistik fest. Gerade einmal einen dieser elf Einbrüche konnte die Polizei 2016 aufklären. Das ist immerhin besser als die Aufklärungsquote beim Diebstahl von Fahrrädern (6), wo die Polizei den Besitzern gar nicht weiterhelfen konnte.

Insgesamt, über alle Delikte gesehen, beträgt die Aufklärungsquote 57,6 Prozent. Das ist in etwa der Wert, der in Bietigheim-Bissingen (58,6 Prozent), im Landkreis Ludwigsburg (60) und in Baden-Württemberg (60,2 ) erreicht wird. Wenig erfolgreich ist die Polizei auch bei der Aufklärung von Sachbeschädigungen, beispielsweise an Kraftfahrzeugen. Es gibt in solchen Fällen nahezu keine Ermittlungsansätze, machte Rathgeb deutlich.

Zwei Unfallschwerpunkte

Das ist bei der Aufklärung von Gewaltdelikten allerdings ganz anders. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei 53 Fälle (plus 3) von einfacher Körperverletzung. Sie konnte beinahe alle (94,3 Prozent) aufklären. Auf eine Aufklärungsquote von 90 Prozent kommt die Polizei in den zehn Fällen (Vorjahr 11) von gefährlicher oder schwerer Körperverletzung. Der Alkohol spielte dabei eine bedeutende, aber keine dominierende Rolle. Bei der Tatausführung waren vier Heranwachsende und zehn Erwachsene alkoholisiert.

Informationen über Straßen, auf denen sich Unfälle häufen, bekamen die Stadträte ebenfalls. Sowohl am Kreisverkehr beim Norma in Ottmarsheim als auch auf der B 27, an der Einmündung nach dem Tunnel in Richtung Heilbronn, hat es in den vergangenen drei Jahren mindestens fünf Mal gekracht, teilte Hauptamtsleiterin Sabine Keller mit.

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