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Die Weite und Vielfalt spricht die neue Pfarrerin an

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Die 29-jährige Pfarrerin zur Dienstaushilfe (PDA), Julie-Sophie Daumiller, ist seit Frühjahr im Besigheimer Dekanatamt und arbeitete dort im Umfang von 25 Prozent. Nach der Geburt ihrer Tochter wird sie nun im September voll in die Stelle einsteigen und ist dort mit mehreren Aufgaben betraut.

Sie wird ein Mal im Monat den Gottesdienst in Besigheim abhalten, zwei Mal in einer Kirche des Bezirks, ein Wochenende ist frei. Daneben ist sie mit Kasualien betraut wie Beerdigungen, die im Kirchenbezirk stattfinden. Daumiller wird dem Dekan in  einigen Bereichen zuarbeiten und sich unter anderem um die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Gestaltung der Gemeindebriefe kümmern.

Unterricht in Freudental

Die vielseitige Aufgabe habe sie gereizt, nachdem sie ihr Vikariat in Brackenheim abschloss. „Die Weite und die Vielfalt sprechen mich sehr an“, so Daumiller, die ab September dann auch Religionsunterricht an der Grundschule in Freudental geben wird. Sie erlebe im Pfarramt unterschiedliche Milieus und Altersgruppen – eben „das komplette Leben“, so die Pfarrerin.

Nach ihrem Abitur in Stuttgart absolvierte sie ein freiwilliges soziales Jahr im Sonnenhof, einer großen Einrichtung für behinderte Menschen in Schwäbisch Hall. Jetzt nach dem Studium in Tübingen, Heidelberg und Münster sowie dem Vikariat in Brackenheim ist sie froh, in Besigheim so eine Stelle gefunden zu haben. Sie wohnt zusammen mit ihrem Mann, der in Sachsenheim arbeitet, in Bietigheim-Bissingen, sodass die Entfernungen kurz bleiben.

Daumiller wird auch mit den Projekten, die im Dekanat gerade erarbeitet werden, beschäftigt sein. Zum einen ist das ein Konzept für Neubürger wie im Bülzen, um die sich das Dekanat kümmern will. Der Konzeptentwurf soll bis November stehen und dann im Kirchengemeinderat vorgestellt werden. „Das kann ja auch modellhaft sein“, erhofft sich Dekan Eberhard Feucht eine Beispielfunktion für andere Gemeinden des Bezirks und darüber hinaus.

Neue Struktur

Die „Fahrplanstruktur“ bis 2024, nach der 3,75 Stellen im Bezirk wegfallen werden, beschäftige sich mit der notwendigen neuen Struktur der Arbeit im Kirchenbezirk, so Dekan Feucht. Des Weiteren werde das Diakoniekonzept bearbeitet. Da viele Diakone über Fördervereine finanziert werden, müssten Lösungen gefunden werden. „Die Stellen sind oft befristet, das ist unbefriedigend“, so der Dekan.

Im Sommer 2018 soll das Projekt von der Bezirkssynode verabschiedet werden, mit festen vorgesehenen Stellen für Diakone. Zunächst ist die neue Pfarrerin für drei Jahre dem Dekanat in Besigheim zugewiesen, was sich aber noch verlängern kann. Im zweiten und dritten Jahr wird Pfarrerin Julie-Sophie Daumiller dann auf einer Basis von 75 Prozent arbeiten.

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