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Die letzten Bauplätze werden vergeben

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Die Nachfrage nach Bauplätzen ist riesengroß, doch die Möglichkeiten sind sehr begrenzt. Mit dem Baugebiet „Bülzen-Ost“ hat die Stadt Besigheim in diesem Jahr noch acht Bauplätze zu vergeben, bis der geltende Flächennutzungsplan ausgereizt ist.

„Wir haben weit über 100 Bewerber aktuell“, sagt Heike Eckert-Maier vom Amt für Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Umwelt. Die Kaufinteressenten kämen von überall, und auch aus Besigheim. Wer letztlich den Zuschlag für die acht Plätze bekommt, entscheidet der Gemeinderat. Gefördert werden in jedem Fall Familien mit Kindern, entscheidend sei aber auch der zeitliche Eingang der Kaufwünsche. 450 Euro pro Quadratmeter hat der Gemeinderat für eingeschossige Bebauung im Baugebiet als Kaufpreis angesetzt, 470 Euro für zweigeschossige Bebauung. Insgesamt gehörten 24 der 63 Bauplätze der Stadt, einige sind Privatleute, der Rest geht an Bauträger, die dort Geschosswohnungsbau umsetzen. Maximal drei Vollgeschosse plus zurückgesetztes Dachgeschoss seien dort möglich, sagt Eckert-Maier, jedoch nicht an der Hanglage sondern zurückgesetzt im 5,2 Hektar großen Wohngebiet. Pro Wohneinheit müssten zwei Stellplätze nachgewiesen werden, was mit den Geschossbauten fast nur durch Tiefgaragen möglich werde. Anders als sonst hat die Stadt hier nur nicht einzelne Spielplätze als öffentliche Fläche vorgesehen sondern auch offene Flächen entlang der Straßen, wo Spielgeräte stehen. Dafür müssen auch die Autofahrer vom Gas: Sieben Stundenkilometer darf in dem Gebiet auf den Spielstraßen gefahren werden. Auch in Sachen Breitband bietet das Baugebiet gute Voraussetzungen. Mit der Telekom und Unity Media hat man zwei Glasfaser-Anbieter, die das Gebiet versorgen.

„Wir hätten alle Grundstücke sofort verkaufen können“, sagt Kämmerer Klaus Schrempf. Doch man verteilte die 24 Grundstücke auf drei Jahre, um die Haushalte gleichmäßig mit Einnahmen auszustatten. Wie es in Besigheim dann weitergeht, ist offen. Baulücken gibt es in der Stadt noch rund 80 im Bestandsbaugebiet. Der bestehende Flächennutzungsplan wird im Jahr 2020 in die Fortschreibung gehen. Vorher werden sich die Stadt und der Gemeinderat Gedanken machen müssen, wo es noch Möglichkeiten zur Bebauung geben könnte. „Wir sind gerade dabei das zu eruieren“, so der Kämmerer, in diesem Jahr müsse man bereits die Vorbereitungen treffen. Im Jahr 2019 müsste dann die Fortschreibung des Flächennutzungsplans beschlossen werden, bevor es einen neuen Bebauungsplan geben könnte. Doch das wird selbstverständlich nicht ohne Diskussionen abgehen, hatte es doch schon wegen „Bülzen-Ost“ Kritik am Flächenverbrauch gegeben. Für Feldlerchen, die auf dem Acker entdeckt worden waren, mussten nach der Vorgabe des Landratsamts 3280 Quadratmeter Ausgleichsflächen in Form von Buntbrachen geschaffen werden. Im Gemeinderat war es vor allem das Bündnis Mensch und Umwelt (BMU), das sich gegen die Ausweisung des Baugebiets gestellt hatte und die von der Region geforderte Verdichtung von Wohnraum als beendet ansieht.

Doch Besigheim braucht aus Sicht der Verwaltung Perspektiven. „Bei uns sind die Baugebiete irgendwann endlich, sagt Schrempf. „Wenn wir eine Stadtentwicklung haben wollen, kommen wir um das Thema gar nicht herum“.

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