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Brandschutzklappen bald ausgetauscht

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Im Mai war im Gemeinderat bekannt geworden, dass beim Bau der Mundelsheimer Käsberghalle 1984 die Brandschutzklappen fehlerhaft und vorschriftswidrig eingebaut wurden (die BZ berichtete). Die Kosten für eine Sanierung wurden auf 60 000 Euro geschätzt. Die folgende Ausschreibung der Arbeiten ergab dann aber nur eine Vergabesumme von 49 000 Euro. Indes konnte sich die Kommune nur kurze Zeit über die vermeintliche Einsparung freuen.

In der letzten Woche stellte Heinz Walter, einer der beiden Geschäftsführer des Reutlinger Ingenieurbüros Henne und Walter, den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten vor. Man werde im Laufe dieser Woche die Arbeiten wohl abschließen können, lautete die gute Nachricht an den Gemeinderat. Aber man werde wieder bei den ursprünglich geschätzten Kosten von 60 000 Euro landen.

Weitere Mängel entdeckt

Im Laufe der Sanierung hätten sich nach der Abnahme von Verkleidungen weitere Mängel aufgetan. So habe man festgestellt, dass im Bereich der Küche eine spezielle Brandschutzklappe benötigt werde, um die Anforderungen der Brandschutzsachverständigen zu erfüllen. Die Mehrkosten allein hierfür betragen mehr als 6000 Euro. Man habe überdies Einbauten entdeckt, beispielsweise einen Lüfter, die in keinem Bestandsplan verzeichnet gewesen seien.

Fassungslose Experten

Fassungslos machte den Experten die Entdeckung, dass eine Brandschutzklappe im direkten Kontakt mit einem Holzbalken eingebaut war – für Brandschutzexperten ein absolutes No-Go. Man müsse sich fragen, so Heinz Walter, wie ein solcher Fehler bei der Bauabnahme vor 30 Jahren habe unentdeckt bleiben können. Um den Mangel zu beheben, musste jetzt ein eigens angefertigter Betonträger als Unterzug eingebaut werden. Insgesamt belaufen sich die Mehrkosten auf rund 11 000 Euro.

„Das gefällt uns nicht“, kommentierte Bürgermeister Holger Haist, musste sich angesichts der vorher nicht erkennbaren Mängel aber letzten Endes doch den Tatsachen beugen.

Ob die Geschichte um die Brandschutzklappen damit tatsächlich zu einem guten Ende kommen wird, bezweifelt Heinz Walter. Denn es droht weiteres Ungemach. Die Technikzentrale der Käsberghalle ist, entgegen der Vorschrift, nicht abgeschottet und damit nicht gegen einen Brandüberschlag gesichert – und das schon seit 30 Jahren. Eigentlich müsste sie durch eine sogenannte F90-Wand, sie kann einem Feuer 90 Minuten standhalten, geschützt sein.

Im Moment beraten die Experten noch, wie mit der Situation umzugehen ist. „Notfalls muss ich noch mal zu Ihnen kommen“, kündigte Heinz Walter den Gemeinderäten schon einmal eine mögliche Fortsetzung des Dramas an.

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