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Ausschuss drängt auf E-Tankstelle

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Auf dem Parkplatz an der B 27 in Besigheim will die Stadt eine E-Ladestation bauen.  Foto: 

Die Zeit ist reif“, führte der stellvertretende Stadtbaumeister Stefan Maier am Dienstag in der Sitzung des Gemeinderatsausschusses Umwelt und Technik ins Thema ein. Anders als beim Breitband seien beim Thema E-Mobilität die Förderungen bereits vorab da, und die Stadt auf das Thema vorbereitet. Nachdem aber wegen massiver Überzeichnung bereits ein Förderantrag beim Bund abgelehnt worden war, wurde nun fristgerecht vor November erneut einer gestellt – mit Aussicht auf 40 Prozent Förderung.

Auch vom Land gebe es ein Förderprogramm, stellte EnBW-Vertriebsmanager Tobias Sailer auf der Sitzung klar. Bei 2000 Förderpunkten für das Land habe man gute Chancen auf Erfolg. Entwarnung gab er bei den unterschiedlichen Standards der Hersteller, die eine Entscheidung oft erschwert hatten. „Es gibt eine Normierung“, erläuterte Sailer, nach und nach würden sich auch asiatische Hersteller auf europäische Standards einstellen.

Preiswerte Gleichstromstation

Die große Frage lautet: Gleichstrom oder Wechselstrom? Der Elektro-Vielfahrer von der EnBW schilderte seine Erfahrungen an der Autobahn und in Kommunen. Da, wo man sich nur kurz aufhalte, wie an Autobahnraststätten, sei Wechselstrom (DC) sinnvoll, denn manche Fahrzeuge könnten hier schon in 20 Minuten fast voll geladen werden. Anders in Städten und Gemeinden: Hier sei man oft mal eine Stunde unterwegs und würde dann auch nach den 20 Minuten weiterbezahlen, wenn das Auto bereits geladen ist. Er empfahl hier eine Gleichstrom-Variante (AC), die den Wagen langsamer mit Strom lädt. Auch bei den Kosten gibt es deutliche Unterschiede: Eine DC-Station wird mit 30 000 Euro veranschlagt, eine AC-Station mit rund 7500 Euro. Dazu kommen noch Investitionskosten, die auch schon mal 70 000 Euro erreichen können. Die EnBW habe eine eigene Station entwickelt, die zusätzlich auch WLAN anbietet und ein entsprechendes Backend, das auch Bezahlung mit Karte und Smartphone erlaubt. „Fast alle anderen Ladeanbieter funktionieren damit“, so Sailer. Der Endkunde werde über die EnBW abgerechnet, später werden 50 Prozent wieder an die Stadt Besigheim ausgeschüttet. Dazu käme noch 1,50 Euro pro Stunde Ladevorgang.

Kaum Diskussion gab es bei der Frage der Stromart: Das Gremium einigte sich auf die Gleichstrom-Variante (AC), die dann am Parkplatz in der vorbereiteten Bucht verfügbar sein soll. Zwei Stellplätze sind hier vorgesehen, die von der Ladesäule versorgt werden. Das Leerrohr dafür wurde dorthin bereits verlegt, so Stefan Maier. Gedanken macht sich das Stadtbauamt auch um das geplante Parkhaus am Enzpark: Auch hier müsste aus Sicht der Verwaltung in Zukunft die Möglichkeit gegeben sein, mehrere Autos zu laden.

Die Möglichkeit, die Kosten aus steuerlichen Gründen in der Netzgesellschaft der Stadt anzusiedeln, sprach Hansjörg Kollar vom BMU an. Dies sei machbar mit der Eröffnung eines neuen Geschäftsfeldes für den Eigenbetrieb, erklärte der erste Beigeordnete Klaus Schrempf. Der Ausschuss stimmte einstimmig der AC-Variante zu und bewilligte die Mittel für die Herstellung.

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Kommentare

12.10.2017 21:02 Uhr

AC oder DC oder gleich AC/DC?

Hallo zusammen,

ich hoffe ihr kennt den Unterschied zwischen AC und DC .. oder soll es doch gleich AC/DC werden?
So ne Lautsprecherbox in Besigheim aus der laute Rockmusik kommt wäre sicher eine Bereicherung beim Laden des E-Fahrzeugs. Aber mit welchem Strom iss es den nun?
Gleichstrom (direct current) oder doch Wechselstrom (alternatic current)

Grüße
Thomas aus Löchgau

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