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Antrag auf Castor-Einlagerung

Die EnBW geht jetzt einen weiteren Schritt zur Einlagerung von Atommüll aus Obrigheim in Neckarwestheim. Die Castoren werden aber wohl erst in drei Jahren kommen.

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Die EnBW stellt den Antrag auf die zusätzliche Einlagerung von Castoren aus Obrigheim im Zwischenlager in Neckarwestheim. Das gab ein Sprecher jetzt bei der Sitzung der Informationskommission in der Reblandhalle bekannt.  Foto: 

Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) forciert die Überführung von 342 Brennelementen aus dem stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim (KWO) in das bestehende Zwischenlager auf dem Areal des Gemeinschaftskernkraftwerks Neckar (GKN) in Neckarwestheim.

Geschäftsführer Christoph Heil hat bei der Sitzung der Informationskommission in der Reblandhalle bekannt gegeben, dass noch in dieser Woche ein Antrag auf Änderung der Aufbewahrungsgenehmigung für das Standort-Zwischenlager des GKN gestellt werde. Dies ist die Konsequenz aus einer bereits vorgelegten "Transport- und Handhabungsstudie", bei der, wie berichtet, keine Gründe für einen Verzicht auf dieses umstrittene Projekt entdeckt werden konnten.

Auf Nachfrage des Kommissionsmitglieds MdL Daniel Renkonen (Grüne) sagte Heil zum Zeitplan für das Verfahren: "Es wird zwei bis drei Jahre dauern - eher drei Jahre." Bisher steht noch nicht fest, auf welchem Weg das in fünf Castoren verpackte radioaktive Material aus dem 40 Kilometer entfernten Obrigheim nach Neckarwestheim geschafft wird. Unter drei Möglichkeiten scheinen Straße und Neckar trotz einiger Probleme am wahrscheinlichsten zu sein. Die Schiene hat wohl weniger Chancen, "das ist eine sehr aufwändige Variante", sagte Heil. Es habe "erste Abstimmungsgespräche" mit betroffenen Behörden gegeben. Vor Ort gibt es erhebliche Bedenken gegen den als gefährlich und unnötig eingestuften Transport, mit dem sich EnBW den Bau eines Zwischenlagers in Obrigheim sparen könnte.

Für das "Reststoffmanagement" beim Abbau der Nuklearmeiler will sich die EnBW den Sachverstand des Bauunternehmens Bilfinger (Mannheim) sichern. Diese Firma verfüge über die notwendigen Kenntnisse bei "Zerlegeeinrichtungen und speziellen Dekontaminationsverfahren zur Abfallminderung", sagte Heil. Es sei ein Joint Venture angestrebt für "die gesamte Planung sowie den Bau und Betrieb der Reststoffbearbeitungszentren" in Neckarwestheim und Philippsburg. Heil ließ erkennen, dass die EnBW eine Nutzung der Erfahrungen beim Abbau von Kraftwerksblöcken anstrebt: "Perspektivisch ist eine gemeinsame Markterschließung an Standorten im In- und Ausland denkbar."

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