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Umbau der Scheune im Bühl zum Archiv der Stadt Besigheim im Zeit- und Kostenrahmen

Der Umbau der Scheune im Bühl in Besigheim zum Archiv nimmt Form an. Im Sommer können die historischen Materialien umgelagert werden. Zeit- und Kostenplan können eingehalten werden.

MICHAEL SOLTYS |

Die Stadträte, die in diesen Tagen die Baustelle im Bühl besichtigten, mussten auf ihre Balance achten. Steil hinauf führen die provisorischen Treppen ins Obergeschoss der ehemaligen Scheune, die künftig als Archiv der Stadt dienen soll. Im ersten Obergeschoss sind Stahlträger offen verlegt, die später einmal die Last der vollen Bücherregale aufnehmen werden. Im zweiten Obergeschoss, das nur über eine schmale Stiege zu erreichen ist, werden die Stahlträger in der kommenden Woche eingebaut.

Beide Geschosse dienen künftig als Magazine. Die Holzkonstruktion des Gebäudes, das keine Fundamente hatte, wäre zu schwach gewesen, um die Lasten der Bücher aufzunehmen, sagte Stadtbaumeister Andreas Janssen. In beiden Geschossen werden die Stahlkonstruktionen später mit einem Holzboden überdeckt. Nebenan sind die Überreste eines historischen Wehrgangs zu sehen, der bei einer Besichtigung der Scheune vor etwa zwei Jahren entdeckt wurde.

Von der künftigen Funktion als Archiv ist zwischen den Holzbalken der ehemaligen Scheune noch wenig zu sehen. Doch Stadtbaumeister Janssen ist zuversichtlich, dass der Umbau der Scheune wie geplant zum Sommer abgeschlossen werden kann. Sämtliche technischen Einrichtungen sind bereits im Spitzboden des Gebäudes untergebracht. Sie sorgen dafür, dass die Temperatur konstant zwischen 16 und 18 Grad gehalten werden kann und die Luft die notwendige Feuchtigkeit enthält, wie sie für die historischen Bücher, Akten und Urkunden notwendig sind. Ein Großteil davon lagert seit Jahrzehnten unter dem Dach des Rathauses, wo die Schriftstücke seit vielen Jahren im Wechsel Hitze und Kälte, Trockenheit und Feuchtigkeit ausgesetzt sind.

Für die Stadträte hatte Janssen mehrere gute Nachrichten parat. Die wichtigste: Die mit 1,122 Millionen Euro kalkulierten Kosten für den Umbau können nicht nur eingehalten werden, bisher liegt der Bau sogar rund 70 000 Euro unter dem Planansatz. Zudem zeichnet sich ab, dass noch Platz im Archiv ist, wenn sämtliche Archivalien einsortiert sind. Die Räume sind also nicht nur groß genug, "wir haben auf Jahrzehnte Luft nach oben", sagte Janssen im Gespräch mit der BZ.

Mit der Führung des Archivs ist Sandy Krüger betraut, die bereits die Akten für den Umzug sortiert. Sie wird in dem Gebäude einen separaten Raum bekommen, der als einziger auch höher als auf 17 Grad beheizt werden kann, wie Architekt Klaus Eggler ausführte. Direkt daneben entsteht ein Raum, in dem Besucher und Nutzer des Archives die Akten und Urkunden durchsehen können.

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