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2018 soll die Entscheidung fallen

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Im Anschluss an eine vierstündige Haushaltsdebatte hat der Gemeinderat am späten Dienstagabend der Stadt, ohne weitere Aussprache den Weg für eine Landesgartenschau (LGS) freigemacht. Nach einem einstimmigen Beschluss kann die Verwaltung die Bewerbung rechtzeitig zum 22. Dezember beim Land einreichen. Sollte der Antrag im umfangreichen Auswahlverfahren Erfolg haben und Ludwigsburg mit seinem Konzept aus dem Kreis konkurrierender Städte herausragen, käme die Landesgartenschau frühestens 2027, spätestens 2030. Im nächsten Schritt wird spätestens im April nächsten Jahres der Besuch der Bewertungskommission erwartet. Die Entscheidung des Landes soll Mitte 2018 bekanntgegeben werden.

Noch keine Zahlen

Als Motto hat die Landesregierung „Natur in Stadt und Land“ vorgegeben. Im Vorfeld hatten Gemeinderäte kritisiert, dass es zu den Vorschlägen der Verwaltung keine Kostenaufstellung oder einen Kostenrahmen gäbe. Auch in der abschließenden Sitzungsvorlage nannte Oberbürgermeister Werner Spec keine Zahlen. Kritisiert wurde dieser Umstand vor der Abstimmung dann aber nicht mehr. Die Ratsmitglieder verbinden ihre Zustimmung mit der Hoffnung, als LGS-Kandidatin an bisher unerreichte Fördertöpfe zu kommen.

Mit den darüber möglich werdenden Investitionen will die Stadt im Gartenschaujahr nicht nur Tagestouristen nach Ludwigsburg locken, sondern auch einige grundlegende Probleme lösen: So soll die B 27-Unterführung verlängert werden. Darauf könnte dann eine Parkanlage entstehen. Insgesamt rechnet der Fachbereich Tiefbau und Grünflächen mit 52 000 Quadratmeter zusätzlichem Grün in der Stadt. An den Autobahnausfahrten im Westen sind Parkhäuser geplant. Wer von dort in die Innenstadt möchte, kann einen Shuttle-Service nutzen. So könnte dort die Verkehrsbelastung verringert werden.

Während manches auf dem Gartenschaugelände nach Ablauf des Jahres wieder zurückgebaut wird, bleiben der Stadt die neugewonnene Fläche zwischen Blühendem Barock und Innenstadt sowie die Parkhäuser erhalten. Eine Tiefgarage soll den Parkplatz an der Bärenwiese ersetzen.Offiziell lautet das Konzept: „Die Stadtgartenschau Ludwigsburg soll die Umsetzung der Klimaanpassungsmaßnahmen, die Schaffung von mehr Grün in der Stadt, eine bessere Grünvernetzung und die Umsetzung eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts befördern.“

Damals zurückhaltend

Die Idee, sich zu bewerben, ist  von der FDP ausgegangen. Damals reagierte die Stadtverwaltung auf den Antrag mit Zurückhaltung. Inzwischen ist sie zur Antreiberin der Gartenschauidee geworden.

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