Rivalinnen der Eisbahn

Altenberg.  Eiszeit auf der Rodelbahn. Dort liefern sich Tajana Hüfner und Natalie Geisenberger einen "Zickenkrieg" - und das ausgerechnet vor der Heim-WM.

Im deutschen Rodel-Team sorgt das Verhältnis zwischen Tatjana Hüfner und Natalie Geisenberger für Schlagzeilen. Sogar das Wort "Zickenkrieg" macht die Runde. Auslöser war das Weltcuprennen vom 5. Januar am Königssee. Als Geisenberger durch einen Fahrfehler den sicher geglaubten Sieg noch aus den Händen gab, platzte es aus Hüfner heraus. Die sonst so introvertierte Olympiasiegerin schrie vor Freude und umarmte jeden, der nicht schnell genug das Weite suchte. Seitdem sprechen die weltweit besten Rodlerinnen nicht mehr miteinander.

Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis aus dem gesunden Konkurrenzkampf eine erbitterte Rivalität wird, die auch das Bild beim WM-Rennen am Sonntag in Altenberg prägen wird. Dort machen beide Gold wohl unter sich aus. "Ich freue mich auch über Siege, aber nicht, weil eine andere einen Fehler gemacht hat. Ich weiß nicht, was das sollte", sagt Geisenberger.

"Beide haben den Anspruch, vor der anderen zu landen. Deswegen pushen sie sich gegenseitig", sagt Bundestrainer Norbert Loch. Doch nun hat der Konkurrenzkampf eine neue Ebene erreicht. Loch ist zunehmend auch als Frauenversteher gefragt, um in der angespannten Atmosphäre zu vermitteln. "Es ist mein Job, die Sportler bei Laune zu halten. Bei den Damen ist das etwas schwieriger als bei den Männern", sagt der Bundestrainer.


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Autor: SID | 09.02.2012

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