Die große Valentina kommt
Tauberbischofsheim. Die Italienerin Valentina Vezzali wird einer der Magneten des Würth-Cups im Olympiastützpunkt am Wochenende sein. Sie ist seit Jahren der absolute Superstar im weltweiten Damenflorett.
Sie taucht in der olympischen Chronik acht Jahre nach dem triumphalen Erfolg der Tauberbischofsheimerinnen Anja Fichtel (Gold), Sabine Bau (Silber) und Zita Funkenhauser (Bronze) im Einzel und weiteres Gold als Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul erstmals bei diesen Weltspielen 1996 in Atlanta als Silbermedaillengewinnerin auf, in den folgenden Jahren bis hin nach Peking steht dann aber immer sie ganz oben auf dem Olympiatreppchen: die Italienerin Valentina Vezzali, die im Jahr 2000 in Sydney gegen die Tauberbischofsheimerin Rita König gewann und die am Wochenende beim Würth-Cup im Olympiastützpunkt ein besonderer Anziehungspunkt sein wird, wenn die besten Florettfechterinnen der Welt im Einzel (Samstag) und mit den Mannschaften (Sonntag) um wichtige Punkte für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in London kämpfen.
Die große Valentina hat zudem mehrere olympische Mannschaftstitel vorzuweisen und war vielfache Weltmeisterin. Auch beim Würth-Cup am Wochenende wird sie wieder die Gejagte sein, denn ein Sieg gegen eine Olympiasiegerin zählt bei den Athletinnen stets als besonderer Erfolg. Zwei Tage nach den Mannschaftswettbewerben am Sonntag feiert sie ihren 38. Geburtstag. Mit ihr kommt die gesamte Weltspitze im Damenflorett an die Tauber, die derzeit zehn Besten auf der Weltrangliste haben bereits gemeldet: 1. Elisa die Francisca, 2. Valentina Vezzali (beide Italien), 3. Hee Nam Hyun (Korea), 4. Arianna Errigo, 5. Ilaria Salvatori (beide Italien), 6. Lee Kiefer (USA), 7. Eugyenia Lamonova (Russland), 8. Corinne Maitrejean (Frankreich), 9. Aida Mohamed (Ungarn) und 10. Inna Deriglazova (Russland).
Für die deutschen Fechterinnen steht vor allem der Mannschafts-Weltcup am Sonntag im Mittelpunkt des Geschehens, denn dort geht es um Punkte für die Olympiaqualifikation. Die Polinnen haben noch einen Vorsprung von 24, die Ungarinnen von acht Punkten. Frankreich liegt gerade mit vier Punkten hinter dem deutschen Quartett. Diese Mannschaftskämpfe beginnen am Sonntag um 8 Uhr, ab 9 Uhr treten die besten 16 Mannschaften gegeneinander an, das Gefecht um Platz drei ist für 14 Uhr und das Finale für 15 Uhr vorgesehen.
Der deutschen Mannschaft gehören ausschließlich Athletinnen des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim an. Carolin Golubytskyi fasst ihre Einstellungen zu dem, was in den kommenden Wochen auf das Team zukommt, so zusammen: "Mein größtes Ziel ist es, Erfolge mit der Mannschaft für die anstehenden Wettkämpfe zu erzielen, um ein Ticket für die Olympischen Spiele in London 2012 zu lösen. Dann haben wir zwei Chancen, nämlich im Einzel und mit der Mannschaft, um eine Medaille zu gewinnen."
Auch Sandra Bingenheimer zeigt sich entschlossen: "Wir haben alle ein Ziel: Olympia! In den letzten drei Turnieren haben wir noch die Chance, uns zu qualifizieren und wir werden alles dafür tun."
Mit ihnen sitzen Anja Schache und Katja Wächter in diesem Damenflorett-Boot, das die olympischen Spiele ansteuert.Info Nach dem Würth-Cup am Wochenende stehen dann für die Mannschaften noch zwei Wettkämpfe aus: Vom 9. bis 11. März in Turin und vom 23. bis 25. März in Budapest. Punkte gibt es also genug zu gewinnen, um die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen in London zu lösen.
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Autor: JAN | 08.02.2012
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Sie kämpft bis zur Erschöpfung und nimmt jede Anstrengung auf sich, wenn es darum geht, auf der Planche den Sieg zu erreichen: die Italienerin Valentina Vezzali.
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