Richtungsweisendes Nachbarschaftsduell

Königshofen.  Die Badenliga-Handballer der HG Königshofen/Sachsenflur treffen morgen auf ihren direkten Konkurrenten in der Tabelle, den TV Knielingen.

Wenn beim TV Knielingen keine Punkte geholt werden, könnte es für die HG Königshofen/Sachsenflur am Ende der Saison noch zu einer Zitterpartie um den Abstieg kommen.

Nach dem "Abschlachten" durch die SG Pforzheim/Eutingen II beim jüngsten Heimspiel am Sonntag, haben sich die Gemüter im Badenliga-Team der HG Königshofen/Sachsenflur langsam wieder beruhigt.

Jetzt gilt es für Mannschaft, Trainer und Fans, nach vorn zu schauen, frei nach dem Motto "Neues Spiel, neues Glück". Denn Selbstzweifel sind nicht stabilitätsfördernd. Hilfreich ist vielmehr eine genaue Analyse der Ursachen für das Versagen der Mannschaft am vergangenen Sonntag.

Mit dem TV Knielingen hat die HG den unmittelbaren Tabellennachbar vor sich. Damit ist auch klar: Die Mannschaft, die das Duell für sich entscheidet, klettert nach oben in der Tabelle und schickt die andere an das absolut unterste Ende zu Schriesheim und St. Leon (beide haben 8:24 Punkte). Im Hinspiel im Oktober hat das aus Sicht der HG schon mal geklappt. Die Schad-Truppe feierte zuhause einen 31:27-Sieg über Knielingen.

Knielingen und Königshofen stehen derzeit beide mit 11:21 Punkten auf Platz elf. Lediglich das bessere Torverhältnis verschafft Knielingen einen hauchdünnen Vorsprung.

Ein Vorteil für den TV Knielingen ist, dass er am morgigen Sonntag in eigener Halle spielt. Aber das wars auch schon. Denn dessen bisherige Bilanz sieht mit fünf gewonnenen und zehn verlorenen Spielen genauso schlecht aus, wie die der HG Königshofen/Sachsenflur. Lediglich gegen Viernheim, Neuenbürg oder St. Leon konnten sich die Fächerstädter durchsetzen. Aber auch gegen die SG Pforzheim /Eutingen II, gegen die die HG zuletzt so eingeknickt ist, konnte sich der TV mit 29:27 Toren vor heimischem Publikum behaupten.

Zuletzt musste Knielingen allerdings eine 33:29-Niederlage in Viernheim einstecken. Die anschließend von TV-Trainer Andrei Burlakin aufgeführten Kritikpunkte hätten genau so gut von HG-Trainer Alexander Schad über seine Truppe kommen können: Leistungsabfall zu Beginn der zweiten Halbzeit, keine mannschaftliche Geschlossenheit, zu viele Fehler im Angriff.

Dementsprechend darf man also auf das Spiel am morgigen Sonntag um 17.30 Uhr in der Reinhold-Crocoll-Halle in Knielingen gespannt sein.


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Autor: HEIKE HEISE | 04.02.2012

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