Nur der Himmel weint

Würzburg.  Spötter sprechen inzwischen vom "U&D"-Wetter, wenn es in Würzburg regnet. Obwohl der Himmel während des Festivals mal wieder ausgiebig seine Schleusen öffnete, zeigten die Besucher aber wahre Treue.

Mit Sommer war die 24. Auflage des "Umsonst- und draußen"-Festivals nur auf den T-Shirts und am Abschlusstag in Verbindung zu bringen. Ansonsten blieb den Organisatoren das Schmuddelwetter der letzten Jahre treu, was den Vereinsvorsitzenden Ralf Duggen inzwischen genügsam werden lässt: "Wir hatten zum Glück relativ wenig heftigen Regen." So hätten sich doch der eine oder andere trotz der ungewollten Erfrischung noch auf die Mainwiesen getraut. "Ich bin positiv überrascht, unsere Besucher sind anscheinend treue und zähe Menschen", fügte er an.

Vor allem dank des Sonntags und des Feiertages Fronleichnam kamen wie erwartet nach seinen Angaben 85 000 Besucher um an den vier Tagen mehr als 90 Bands und das vielfältige Kulturprogramm zu genießen. Als "wirklich sehr erfreulich", bezeichnete Duggen die Zuschauerzahl auf Anfrage. Ob die anvisierte schwarze Null beim wirtschaftlichen Aspekt des Festivals realisiert wurde, könne man noch nicht genau sagen. Hier gebe es bei der Abrechnung noch die eine oder andere Unwägbarkeit. "Aber es könnte unter dem Strich funktionieren", gab sich Duggen optimistisch.

Sicher ist er sich da schon bei den Neuerungen des U&D wie etwa den Nachwuchskabarettisten, die unter dem Motto "Bockshorn außer Haus" im &-Zelt ihre Visitenkarte abgaben.

Ob es nächstes Jahr eine Fortsetzung geben werde, sei auch eine Entscheidung des "Bockshorns". Ebenfalls gut angenommen worden sei der Luftgitarrenwettbewerb sowie die diversen Workshops. Hauptattraktion des U&D war aber natürlich mal wieder die Musik, welche speziell am Sonntag die Fans in Scharen auf die Mainwiesen lockte. Schon zum Gospelgottesdienst am Morgen waren hunderte Besucher gekommen, am Abend verfolgten dann Tausende den Abschluss auf der offenen Bühne. Dabei rockten "Boppin B." - die selbsternannte "Scheißband" - aus Aschaffenburg gehörig die Mainwiesen mit Rock"n Roll im Stile der 50er und 60er Jahre und wurden wieder einmal ihrem Ruf als Stimmungsmacher gerecht. Und "Mucho Mojo" aus Würzburg sorgten für den getragenen Ausklang mit Blues im Stile Muddy Waters und B.B. King.


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Autor: RALPH BAUER | 28.06.2011

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